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Stabile Facility Services

Markt & Macher

Der österreichische Markt für Facility Services bleibt auch 2026 trotz schwächelnder Wirtschaft auf Wachstumskurs.
Laut einer Studie von Interconnection Consulting stieg der Umsatz externer Facility-Service-Anbieter 2025 auf 7,2 Milliarden Euro und damit um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 wird ein weiteres Wachstum von 3,1 Prozent erwartet.

Wichtigster Wachstumstreiber ist der technische Bereich, der inzwischen 34,1 Prozent des Gesamtmarktes ausmacht und 2025 mit 3,8 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnete. Infrastrukturelle Services entwickelten sich moderater. Reinigungsdienste bleiben mit einem Marktanteil von 31,8 Prozent das größte Segment, gefolgt von Sicherheitsdiensten. Der kaufmännische Bereich, etwa Flächenmanagement und Immobilienverwaltung, wuchs mit 2,0 Prozent vergleichsweise zurückhaltend.

Trotz Krise wächst der Markt
Die wirtschaftliche Lage bleibt von Unsicherheit und Zurückhaltung bei Investitionen geprägt. Viele Unternehmen beschränken sich auf notwendige Ausgaben, während Modernisierungen verschoben werden. Auch der Rückgang im Bauwesen belastet die Branche. Dennoch verzeichnete der Markt für externe Facility Services 2025 ein solides Wachstum, vor allem begünstigt durch die Inflation.

Digitalisierung schreitet voran
Im technischen Bereich gewinnen Leistungen wie Gebäudewartung (30,7 %) und Gebäudebetrieb (27,4 %) weiter an Bedeutung. Treiber sind steigende Anforderungen an Energieeffizienz, ESG-Berichterstattung und technologische Standards. Technologische Entwicklungen prägen die Branche zunehmend: Robotik- und Automatisierungslösungen werden vor allem in Reinigung, Verpflegung und Sicherheitsdiensten eingesetzt. Dabei setzt sich das Konzept des „Co-Botic“, also die Zusammenarbeit von Menschen und Maschine, verstärkt durch. Automatisierung, Sensorik und Künstliche Intelligenz gewinnen an Relevanz. Digitalisierung betrifft insbesondere Instandhaltung und Predictive Maintenance. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an digitale Leistungsnachweise, CRM-Systeme, Datenqualität sowie transparente, datenbasierte Services.

Trend zu Integriertem FM
Ein klarer Trend im Facility Management ist der Wunsch nach integrierten Leistungen aus einer Hand. Integriertes Facility Management (IFM) bündelt technische, infrastrukturelle und kaufmännische Services, um Effizienz zu steigern, Schnittstellen zu reduzieren und Transparenz zu erhöhen. Gleichzeitig besteht in Österreich ein Gegentrend, indem Leistungen weiterhin separat ausgeschrieben werden, um nur tatsächlich benötigte Services zu bezahlen. „Facility Services entwickeln sich zunehmend vom operativen Dienstleister zum strategischen Partner für Gebäudebetreiber. Digitalisierung, Automatisierung und datenbasierte Services verändern die Branche nachhaltig und schaffen neue Möglichkeiten, Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach integrierten Leistungsangeboten aus einer Hand, auch wenn Kostendruck und Fachkräftemangel den Markt weiterhin prägen“, betont Frederik Lehner, Geschäftsführer von Interconnection Consulting.

„Facility Services entwickeln sich zunehmend vom operativen Dienstleister zum strategischen Partner.“ - Frederick Lehner, GF Interconnection 

Konsolidierung nimmt zu
Der Markt konsolidiert sich zunehmend. 2025 entfielen in Österreich 23,3 Prozent des Gesamtumsatzes auf die Top 10 Anbieter. Große Dienstleister wie Apleona, ISS, Dussmann, Strabag und Wisag erweitern ihre Marktanteile durch Übernahmen. Kleinere Unternehmen geraten unter Druck, vor allem wegen Fachkräftemangel sowie steigenden Anforderungen an digitale Prozesse und regulatorisches Reporting, wobei insgesamt steigender Wettbewerbsdruck am Markt spürbar bleibt. „Die Studie von Interconnection belegt es: Über 60 Prozent des FM-Marktes in Österreich werden heute extern vergeben – Outsourcing ist nicht mehr die Ausnahme, es ist der Standard. Was danach kommt, erleben wir in jedem Kundengespräch: Weniger Ansprechpartner, weniger Schnittstellen, weniger Reibung – ein Partner, der das Objekt kennt, mitdenkt und langfristig Verantwortung übernimmt. Genau das ist die Stärke eines Familienunternehmens: Wir denken nicht in Quartalen, wir denken in Beziehungen. Digitalisierung spielt dabei eine zentrale Rolle – aber nicht Roboter statt Menschen, sondern bessere Leistung, sichtbar gemacht: was wann wo erledigt wurde, nachvollziehbar und auf Knopfdruck abrufbar“, erklärt Reinhard Poglitsch, Geschäftsführer von Simacek.

„Outsourcing ist nicht mehr die Ausnahme, es ist heute der Standard.“ - Reinhard Poglitsch, GF Simacek

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 29. Juli 2026 - zuletzt bearbeitet am 29. Juli 2026


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AutorFranz Artner
Tags
wachstum
Studie
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