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Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2026

Einreichungen sind bis 5. Juni 2026 möglich. Fokus liegt auf Sanierung, Kreislaufbau und den klimaaktiv-Standard.

Die Ausschreibung für den mittlerweile neunten Österreichischen Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit ist offiziell gestartet. Das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus lädt dazu ein, herausragende Projekte einzureichen, welche die europaweit einzigartige Kombination aus architektonischer Qualität und ökologischer Exzellenz verkörpern. Beiträge können ab sofort und bis zum 5. Juni 2026 um 12:00 Uhr über die Online-Plattform staatspreis.baudock.at übermittelt werden.

Inhaltlich liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr besonders stark auf der Bestandsentwicklung, thermischen Sanierungen, dem kreislauffähigen Bauen sowie der zukunftsweisenden Quartiersentwicklung. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2006 wurden bereits rund 630 Projekte eingereicht und von internationalen Jurys begutachtet; 40 Architektur- und Fachplanungsbüros konnten den begehrten Preis bisher entgegennehmen. Die Bewertung erfolgt dabei auf Basis der strengen Kriterien des klimaaktiv-Gebäudestandards, der international als Maßstab für nachhaltiges Bauen hoch angesehen ist.

Zugelassen sind alle Gebäudetypen und Nutzungsarten, sofern sie in Österreich zwischen 2023 und April 2026 fertiggestellt wurden. Während Neubauten grundsätzlich teilnahmeberechtigt sind, müssen sie die ambitionierten Ziele der Ausschreibung besonders umfassend und lückenlos belegen. Ein striktes Ausschlusskriterium bleibt die Nutzung fossiler Wärmesysteme: Gebäude mit Gas- oder Ölheizungen haben keine Chance auf eine Auszeichnung. Damit setzt der Wettbewerb ein klares Signal im Sinne der Dekarbonisierung und der österreichischen Energiewende.

Einreichen können sowohl die Bauherrschaft als auch die verantwortlichen Architektinnen und Architekten sowie die energietechnischen Planungsbüros der jeweiligen Projekte. Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner unterstrich zum Auftakt der Ausschreibung die Relevanz des Wettbewerbs: „Hochwertige Gebäudesanierungen und energieeffiziente Neubauten sind zentrale Hebel, um die Transformation des Gebäudesektors voranzutreiben und den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig zu stärken.“ Die große Zahl an Einreichungen in der Vergangenheit beweise zudem das enorme Engagement der heimischen Architekturschaffenden für den Klimaschutz.

Das Auswahlverfahren ist mehrstufig konzipiert: Nach einer fachlichen Vorprüfung findet eine Besichtigung der ausgewählten Objekte durch die Jury statt, bevor in einer finalen Sitzung die Preisträger ermittelt werden. Das sechsköpfige, international besetzte Gremium steht unter der Leitung des renommierten Vorarlberger Architekten Matthias Hein und ist paritätisch mit Experten für Architektur und Nachhaltigkeit besetzt. Der Staatspreis soll auch 2026 eindrucksvoll demonstrieren, dass ökologische Verantwortung untrennbar mit hoher baulicher Gestaltung und wirtschaftlicher Weitsicht vereinbar ist. Die feierliche Preisverleihung wird im November 2026 in Wien stattfinden.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 28. April 2026 - zuletzt bearbeitet am 28. April 2026


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AutorRedaktion
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Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus
STaatspreis
Architekturpreis

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