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Rohr- und Zement-Größe hält Kurs

Markt & Macher

Der Baustoff- und Rohrhersteller setzt auf Konsolidierung und behauptet sich im Markt.
Die Wietersdorfer Gruppe blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurück und behauptet sich erfolgreich in einem von schwachen Bauimpulsen geprägten Umfeld. Trotz gedämpfter Weltkonjunktur und hohem Wettbewerbsdruck hielt das Kärntner Familienunternehmen seine Umsatzbasis nahezu stabil, wobei der weltweite Gruppenumsatz bei 1,09 Milliarden Euro lag.

Nach intensiven Internationalisierungsschritten in den Vorjahren stand das abgelaufene Turnusjahr primär im Zeichen der operativen Konsolidierung und aktiven Portfolio-Steuerung. Strukturen und Prozesse wurden geschärft, um internationale Projektchancen bei gleichzeitiger Kostendisziplin effizient zu realisieren. CEO Michael Junghans unterstreicht die strategische Notwendigkeit dieser Phase: „Das Jahr 2025 war keine Fortschreibung des linearen Wachstums. Nach mehreren Internationalisierungsschritten war es entscheidend, neue Gesellschaften organisatorisch und operativ zu integrieren, Prozesse weiterzuentwickeln und internationale Projektchancen bei gleichzeitig konsequenter Kostenkontrolle und Risikosteuerung zu realisieren.“

Infrastrukturprojekte stützen Rohrsparte
Die Segmente der GFK- und PP-Rohrsysteme erwiesen sich erneut als fundamentale Säulen und steuerten zusammen 519,7 Millionen Euro bei, was knapp der Hälfte des gesamten Gruppenumsatzes entspricht. Diese Produktbereiche sind eng mit globalen Zukunftsthemen wie Trink- und Abwasserversorgung, großflächigen Bewässerungsanlagen sowie dem allgemeinen Infrastrukturausbau verknüpft. Trotz spürbarer Volatilität auf den internationalen Projektmärkten und sinkender Rohstoffpreise, die phasenweise die Verkaufspreise unter Druck setzten, stieg das physische Absatzvolumen in Kernmärkten wie den USA an.

Regionales Wachstum bei Zement und Beton
Ein signifikantes Wachstum verzeichnete das Geschäftsfeld Zement und Beton, das seinen Umsatz um 17,6 Prozent auf 323,4 Millionen Euro steigern konnte. Getragen wurde dieses Plus im Wesentlichen durch die erfolgreiche Marktbearbeitung in der Alpe-Adria-Region sowie die strategische Übernahme des italienischen Zementwerkes Fanna.

„Die breite Aufstellung über Zement und Beton, Rohrsysteme, Kalk und Industriemineralien ist ein wesentlicher Stabilitätsfaktor. Unterschiedliche Geschäftsmodelle, Regionen und Projektzyklen helfen uns, Ausschläge in einzelnen Märkten besser abzufedern“, streicht CFO Hannes Gailer die Ausgewogenheit des Portfolios hervor. Österreich blieb mit einem Anteil von 15,3 Prozent am Gruppenumsatz und einem Zuwachs von 6,7 Prozent der umsatzstärkste Einzelmarkt, gefolgt von den USA und Italien.

Investitionen in Effizienz und Dekarbonisierung
Trotz des erklärten Konsolidierungskurses setzte das Unternehmen seine Investitionstätigkeit auf einem hohen Niveau fort und wendete weltweit 105,6 Millionen Euro auf. Ein strategischer Schwerpunkt lag hierbei auf Nachhaltigkeit, da rund 14 Prozent des Gesamtvolumens in dedizierte GreenInvest-Projekte flossen. Für Facility Manager und Bauherren ist diese Ausrichtung wegweisend, da sie die zukünftige Bereitstellung dekarbonisierter Werkstoffe flankiert.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 29. Juli 2026 - zuletzt bearbeitet am 29. Juli 2026


MG
AutorMirjam Gebhart
Tags
Wietersdorfer
wachstum
USA
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