buildingTIMES
Bau & Innovationbuildingtimes.at
 / Lesezeit 1 min

Quadrill in Linz fertiggestellt

Die Bodner-Gruppe und Zechner & Zechner Architekten vollenden das neue urbane Landmark der Stadt.

Mit der vollständigen Inbetriebnahme des Quadrill-Ensembles findet die langjährige Transformation der historischen Tabakfabrik Linz ihren vorläufigen Höhepunkt. Nach einer rund neunjährigen Entwicklungs-, Planungs- und Bauzeit ergänzt das Projekt das denkmalgeschützte Industrieensemble von Peter Behrens und Alexander Popp um ein hochmodernes, hybrides Quartier. Für Planer:innen und Bauträger:innen demonstriert das Vorhaben exemplarisch, wie historische Bausubstanz und zeitgenössische Hochhausarchitektur in einem dichten urbanen Gefüge koexistieren können. Das Projekt umfasst eine beträchtliche oberirdische Bruttogeschoßfläche von 54.000 Quadratmetern sowie weitere 31.300 Quadratmeter im unterirdischen Bereich.

Städtebauliche Integration und Denkmalschutz
 
Die planenden Architekten setzten auf eine sensible Staffelung der Baukörper, um einen harmonischen Übergang zum historischen Bestand zu gewährleisten. Während die niedrigeren Gebäudeteile direkt mit den denkmalgeschützten Strukturen korrespondieren, kulminiert die vertikale Entwicklung im 109 Meter hohen Hauptturm. Dieser fungiert nun als unübersehbares Landmark und bildet das städtebauliche Pendant zum langgestreckten Behrens-Trakt. Für das Facility Management und die städtische Infrastruktur markiert das Ensemble eine gezielte Öffnung der ehemals introvertierten Fabrikanlage hin zum umliegenden Stadtraum.
 
Zwei-Ebenen-Konzept für den öffentlichen Raum
 
Ein zentrales Element des Entwurfs ist das zusammenhängende öffentliche Raumsystem, das sich über zwei Ebenen erstreckt und neue Wegeverbindungen schafft. Neben dem erdgeschossigen Behrensplatz verbindet das sogenannte „Behrensband“ als erhöhte, öffentlich zugängliche Dachlandschaft die vier neuen Baukörper miteinander. Diese architektonische Intervention verwebt Erschließungswege, Freiflächen und funktionale Zonen über Terrassen und großzügige Treppenanlagen zu einem vielschichtigen System. Ingenieure und Fachplaner:innen sehen hier einen innovativen Ansatz zur Maximierung von urbanen Begegnungszonen auf begrenzter Grundfläche.
 
Hybrides Nutzungsprofil und Flexibilität
 
Aus Sicht der Gebäudetechnik und des langfristigen Betriebs überzeugt das Quartier durch ein dichtes, funktionales Nutzungsgemisch. Das Raumprogramm integriert rund 1.000 Arbeitsplätze, etwa 180 Wohneinheiten sowie Hotel-, Gastronomie- und Freizeitflächen unter einem Dach. Die flexibel adaptierbaren Erdgeschoßzonen bieten einen entscheidenden Vorteil für zukünftige Umnutzungen und technologische Nachrüstungen. Diese hohe Anpassungsfähigkeit reduziert den Lebenszyklusaufwand und sichert die langfristige ökonomische sowie energetische Relevanz des Standorts für alle beteiligten Partner:innen.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 17. Juni 2026 - zuletzt bearbeitet am 17. Juni 2026


R
AutorRedaktion
Tags
quartier
tabakfabrik
linz
Projekt
Transformation
buildingTIMES
Informiert bleiben.

Treffen Sie eine Selektion unserer Newsletter zu buildingTIMES, immoflash, Immobilien Magazin, immo7news, immojobs, immotermin oder dem Morgenjournal

Jetzt anmelden

© Cachalot Media House GmbH - Alle Rechte vorbehalten