Norm für Solarmontage in Begutachtung
Fachleute können den Entwurf für Dach- und Fassadensysteme bis Ende Oktober kommentieren.
Die Montage von Photovoltaikmodulen und thermischen Solarkollektoren auf Dächern sowie Fassaden wird neu geregelt. Der überarbeitete Entwurf der ÖNorm M 7778 steht der Fachöffentlichkeit ab sofort zur Stellungnahme offen. Bis zum 27. Oktober 2026 haben Unternehmen, Organisationen und Experten die Möglichkeit, Feedback und Praxiserfahrungen in das Dokument einzubringen. Austrian Standards koordiniert diesen Standardisierungsprozess, um sicherzustellen, dass die Vorgaben praxistauglich ausgestaltet werden. Der Normenentwurf definiert Kriterien für die Montageplanung und Montage von Photovoltaikmodulen, thermischen Kollektoren und Kombinationen daraus auf geneigten und flachen Dächern sowie auf hinterlüfteten Fassaden.
Das Regelwerk richtet sich an ein breites Spektrum von Gewerken, darunter Photovoltaik- und Solarthermiebetriebe, Dachdecker, Spengler und Fassadenbauer bis hin zu Planungsbüros. Sämtliche fristgerecht eingereichten Kommentare werden im zuständigen Fachgremium geprüft und behandelt. Die Begutachtungsphase sei von zentraler Bedeutung, betont Magdalena Frank vom Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria. Bei der Montage von Photovoltaikanlagen müsse eine Vielzahl baulicher Voraussetzungen und technischer Anforderungen eingehalten werden, wobei unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen. Daher gelte es nun genau zu prüfen, ob der Entwurf alle praktischen Erfordernisse angemessen berücksichtigt oder ob an einzelnen Stellen noch nachgebessert werden muss.

