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Messe stärkt Bau und Klimaresilienz

Sonderareal „Green Roofs & Facades“ der ISH 2027 verknüpft Gebäudetechnik mit Klimaanpassung.

Die Anforderungen an die urbane Infrastruktur verändern sich angesichts des spürbaren Klimawandels rasant. Für Fachplaner:innen und Architekt:innen bedeutet dies, dass die thermische Hülle und die technische Gebäudeausrüstung (TGA) künftig nicht mehr isoliert voneinander betrachtet werden können. Dach- und Fassadenbegrünungen übernehmen zunehmend Funktionen der Mikroklimaverbesserung, während Regen- und Grauwasser gezielt als Ressourcen im Gebäudekreislauf bewirtschaftet werden. Diese ganzheitliche Verknüpfung von Bauwerk und Umwelt bildet den technologischen Kern eines erweiterten Ausstellungsbereichs auf der kommenden Weltleitmesse in Frankfurt am Main.


Ganzheitliche Konzepte für die klimaresiliente Stadt

Das neu konzipierte Sonderareal führt gezielt die Bereiche Begrünung, modernes Regenwassermanagement und innovative Fassadensysteme zusammen. Damit reagieren die Veranstalter auf die Notwendigkeit, Gebäudehüllen als aktive, funktionale Bestandteile nachhaltiger Stadtentwicklung zu begreifen. Stefan Seitz, Leiter Brand Management der Fachmesse, pointiert diese Entwicklung: „Gebäude müssen heute deutlich mehr leisten als noch vor wenigen Jahren. Begrünung, Regenwassermanagement und intelligente Gebäudehüllen werden zunehmend integraler Bestandteil zukunftsfähiger Architektur und urbaner Infrastruktur“. Das geplante Areal soll genau diese Schnittstellen für das Fachpublikum unmittelbar erlebbar machen.

Drei technologische Säulen im Praxis-Vergleich

Die Strukturierung des Areals orientiert sich an drei zentralen Themenfeldern, die für Ingenieur:innen und Bauträger gleichermaßen an Relevanz gewinnen. Der Bereich „Green Roofs & Facades“ bündelt praxisnahe Ansätze rund um Bauwerksbegrünung, Solarintegration, Biodiversität und den baulichen Hitzeschutz. Unter dem Titel „Urban Water Futures“ thematisieren die Aussteller dedizierte Systeme zur Retention, Grauwassernutzung und zum zukunftsorientierten Zisternenmanagement. Die dritte Säule, „Metal Envelopes“, fokussiert sich auf recyclingfähige Metallfassaden, gestalterische Qualität sowie die nahtlose Integration von Photovoltaik-Komponenten in die Gebäudehülle.

Interdisziplinärer Dialog und Branchennetzwerke

Um den hohen fachlichen Ansprüchen der Partner:innen und Besucher:innen gerecht zu werden, entsteht das Projekt in enger Kooperation mit etablierten Verbänden. Dazu gehören der Bundesverband GebäudeGrün (BuGG), der fbr-Bundesverband für Betriebs- und Regenwasser sowie der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Für Facility Manager und Investor:innen bietet diese Konstellation eine fundierte Plattform, um technische Wechselwirkungen direkt zu analysieren. Stefan Seitz unterstreicht den Netzwerkcharakter der Plattform: „Mit ‚Green Roofs & Facades‘ schaffen wir auf der ISH ein Umfeld, das diese Themen zusammenführt und Anbieter mit relevanten Entscheidern aus Planung, Architektur, Gebäudetechnik und Kommunen vernetzt“.

Wissenstransfer jenseits klassischer Produktpräsentationen

Das Konzept des Sonderareals setzt auf eine Kombination aus klassischen Ausstellungsflächen und modular gestalteten Wissensformaten. Eine zentrale Speakers Corner, geführte Fachrundgänge sowie Best-Practice-Präsentationen sollen den fachübergreifenden Austausch zwischen den Disziplinen forcieren. Für die TGA-Branche ist diese Verzahnung von hoher Relevanz, da statistisch rund 24 Prozent der Fachbesucher:innen ein explizites Interesse an nachhaltigen Gebäudekonzepten und ressourcenschonender Infrastruktur signalisieren. Mit einer Gesamtkulisse von zuletzt über 163.000 Gästen bietet der Standort den passenden Rahmen für diese technologische Evolution.

Ausblick für die Fachplanung

Für die tägliche Praxis von Ingenieur:innen und Architekt:innen signalisiert diese Entwicklung ein baldiges Ende der Gewerketrennung an der Fassadenkante. Die fortschreitende Integration von TGA-Komponenten in die biosphärische und metallische Gebäudehülle verlangt bereits in der frühen Entwurfsphase ein hohes Maß an interdisziplinärer Kooperation. Wer diese zukunftsfähigen Systeme und resilienten Infrastrukturen aktiv mitgestalten möchte, kann sich ab sofort für eine Teilnahme an der Branchenplattform vom 15. bis 19. März 2027 in Frankfurt am Main registrieren.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 10. Juni 2026 - zuletzt bearbeitet am 10. Juni 2026


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AutorRedaktion
Tags
ISH
Resilienz
Gebäudebegrünung
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