FutureLab: Immo-Resilienz im Fokus
Unter dem Motto „Die neue Währung: Resilienz“ diskutierte die Fachwelt beim IMMO FutureLab 2026
Am 29. April 2026 versammelte sich die Immobilienbranche zum neunten IMMO FutureLab, um eine der drängendsten Fragen der Gegenwart zu beantworten: Wie lassen sich Gebäude und Portfolios angesichts zunehmender globaler Risiken dauerhaft zukunftssicher entwickeln? Unter dem Leitthema „Die neue Währung: Resilienz“ stand der eintägige Kongress ganz im Zeichen von Strategien für krisenfeste Gebäude, veränderten Anforderungen an Planung und Betrieb sowie den daraus resultierenden Konsequenzen für Finanzierung und Investmententscheidungen.
Die Mitinitiatoren Peter Engert, Geschäftsführer der ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft), und Wolfgang Kradischnig, Geschäftsführer der DELTA Holding, betonten bereits zur Eröffnung die Dringlichkeit des Themas. Resilienz sei in der Branche längst keine abstrakte Zukunftserzählung oder bloße Vision mehr, sondern habe sich zur neuen „Leitwährung“ der Immobilienwirtschaft entwickelt. Diese werde zur konkreten Vorgabe, die Neubauvorhaben wie Bestandsimmobilien gleichermaßen betreffe und in sämtlichen Lebenszyklusphasen – von der ersten Skizze über die Errichtung bis hin zur langfristigen Bewirtschaftung und Finanzierung – zwingend mitgedacht werden müsse.
Das Programm war darauf ausgelegt, das komplexe Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Zum Auftakt am Vormittag diskutierte ein hochkarätig besetztes Podium, welche Investitionen konkret nötig sind, um Gebäude technologisch und strukturell robust aufzustellen, und wer die damit verbundenen Kosten in einem volatilen Marktumfeld tragen kann oder soll. Am Nachmittag richtete eine zweite Diskussionsrunde den Fokus auf neue, oft unvorhersehbare Risikolagen. Dabei wurde kritisch hinterfragt, wie gut die Branche tatsächlich auf wachsende Belastungen vorbereitet ist und welche Rolle die Forschung dabei spielt.
Ergänzt wurden die Debatten durch Keynotes und Best-Practice-Beispiele, die praxisnahe Einblicke in erfolgreiche Umsetzungswege lieferten. Die Beiträge verdeutlichten, dass Resilienz weit über rein technische Lösungen hinausgeht. Sie umfasst ebenso strategische Standortentscheidungen, die wirtschaftliche Tragfähigkeit unter veränderten Vorzeichen sowie eine engmaschige Abstimmung zwischen Eigentümern, Entwicklern, Finanzierern und Nutzern. Der Kongress unterstrich damit die Notwendigkeit eines interdisziplinären Austauschs, der Experten aus Wirtschaft, Planung, Nachhaltigkeit und Forschung an einen Tisch bringt.
Das IMMO FutureLab fand 2026 bereits zum neunten Mal statt und wurde nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr erneut im stimmungsvollen Rahmen der Labstelle in Wien ausgerichtet. Veranstaltet wird das Format von der epmedia Werbeagentur GmbH, tatkräftig unterstützt von Sponsoren wie ARE Austrian Real Estate, der DELTA Holding, der ÖGNI und willhaben Immobilien. Auch die breite Unterstützung durch Medien- und Kooperationspartner wie Building Times, DREA, immoflash, das Immobilien Magazin, immomedien, den Kurier sowie die TU Wien unterstreicht den Stellenwert der Veranstaltung. Ziel bleibt es, aktuelle Entwicklungen fachlich fundiert einzuordnen und den Dialog über die Zukunft der gebauten Umwelt konsequent zu vertiefen.

