Mängel bei sicherheitsrelevanter Gebäudetechnik auf Höchststand
Die technische Gebäudesicherheit verschlechtert sich über nahezu alle Anlagentypen hinweg, so der Baurechtsreport des TÜV-Verband.
Die technische Gebäudesicherheit in Deutschland verschlechtert sich deutlich. Laut dem aktuellen TÜV-Baurechtsreport 2026 wiesen 2025 rund 35,9 Prozent der wiederkehrend geprüften sicherheitsrelevanten Anlagen wesentliche Mängel auf – neun Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Nur noch 26,9 Prozent der Anlagen waren mängelfrei.
Besonders betroffen sind Lüftungsanlagen, Feuerlöschanlagen sowie Sicherheitsstrom- und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen. Bei Lüftungsanlagen wurden bei 44,2 Prozent erhebliche Mängel festgestellt, bei Feuerlöschanlagen lag die Quote bei 40,6 Prozent. Auch Sicherheitsstromversorgungen (35,2 Prozent) und Sicherheitsbeleuchtungen (35,0 Prozent) zeigen deutliche Defizite.
Der TÜV-Verband sieht darin ein ernstes Warnsignal für die Gebäudesicherheit, insbesondere in Krankenhäusern, Schulen, Hochhäusern und Veranstaltungsstätten. Sicherheitsrelevante Anlagen müssten im Ernstfall zuverlässig funktionieren, um Menschen zu schützen und Schäden zu begrenzen.
Auch bei Erstprüfungen vor der Inbetriebnahme stieg der Anteil wesentlicher Mängel deutlich auf 26,3 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass viele Probleme bereits in der Planungs- und Bauphase entstehen.
Als Ursachen nennt der TÜV-Verband die zunehmende technische Komplexität moderner Gebäude, Kostendruck bei Wartung und Instandhaltung sowie fehlende Fachkräfte. Der Verband fordert daher einheitliche Prüf- und Wartungsstandards, eine konsequente Beseitigung festgestellter Mängel und eine stärkere Ausrichtung von Gebäuden auf Krisen- und Notfallsituationen.
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