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Klimafreundliches Biologiezentrum

Mit dem University of Vienna Biology Building ist in den vergangenen drei Jahren ein neues Biologiezentrum im 3. Wiener Gemeindebezirk entstanden. Das Wissenschaftsministerium, die BIG und die Universität Wien haben das Gebäude nun eröffnet.

Das University of Vienna Biology Building konnte pünktlich mit Beginn des Wintersemesters 2021 seinen Betrieb aufnehmen. Es beherbergt große Teile der Fakultät für Lebenswissenschaften und Bereiche des Zentrums für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaft der Universität Wien. Über den Sommer sind 500 MitarbeiterInnen der Universität Wien an ihrem neuen Arbeitsplatz angekommen; Spitzenforschungsgeräte und state-of-the-art Laborausstattung wurden übersiedelt. Die Finanzierung der Investitionskosten von 146 Mio. Euro erfolgt durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Das Gebäude mit der markanten Fassade aus 400.000 Klinkersteinen wurde nach den Plänen der Berliner Architekten Karsten Liebner und Marcel Backhaus in einer ARGE mit Vasko+Partner realisiert. Die Nutzfläche beträgt 19.000 m², die Bruttogeschoßfläche 40.000 m².

Wärmerückgewinnung aus Laborluft

Bei der Planung des Biologiezentrums achtete man besonders darauf, ein klimafreundliches Universitäts- und Forschungsgebäude zu konzipieren. Das begann beim Grundriss, der so flexibel wie möglich geplant wurde. Die Größe der Räume kann angepasst werden, weil die Zwischenwände installationsfrei sind, Laborflächen können in Büros umfunktioniert werden und umgekehrt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass das Gebäude möglichst lang genutzt werden kann, was ein wesentlicher Faktor für den Klimaschutz ist.

Die Konstruktion der Gebäudehülle ist besonders energieeffizient. Die Wände sind wärmegedämmt, die Fenster dreifach verglast und mit Sonnenschutzbeschichtung versehen, außenliegender Sonnenschutz mit intelligenter Steuerung kommt durchgehend zum Einsatz. Auch bei der Wahl der Materialien achtete man auf Klimafreundlichkeit. Eine Klinkerfassade ist enorm widerstandsfähig und damit besonders nachhaltig, da sie über Generationen praktisch wartungsfrei ist. Es wurde zertifiziertes Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verbaut und weitgehend auf PVC verzichtet. Und erstmals wird in Wien bei einem Forschungsgebäude die Laborabluft zur Wärmerückgewinnung genutzt, sodass mindestens 30 Prozent der benötigten Wärme im Vergleich zu einem herkömmlichen Laborgebäude eingespart werden können. Das Biologiezentrum soll mit klimaaktiv Silber deklariert werden.

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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 28. Oktober 2021 - zuletzt bearbeitet am 02. März 2026


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AutorRedaktion
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Fassade

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