Industrieböden seit 2019 im Sinkflug
2025 sinkt der Umsatz auf 24,8 Mio. Euro. Der Absatz ist seit 2019 um fast 40 % eingebrochen.
Der österreichische Markt für Bodenbeschichtungen im Industriebau bleibt im Abschwung. Laut einer aktuellen Studie von Branchenradar ging die Nachfrage 2025 im Jahresvergleich um 6,8 Prozent zurück, die Herstellererlöse sanken um 5,4 Prozent auf 24,8 Millionen Euro. Der Rückgang setzt damit eine Entwicklung fort, die bereits seit 2019 anhält.
Seither ist der jährliche Absatz laut Studie um beinahe 40 Prozent geschrumpft. Als letzter Wachstumszeitpunkt wird das Jahr vor der Corona-Krise genannt. Als zentrale Treiber für das Minus 2025 nennt die Analyse neben niedrigeren Instandhaltungsinvestitionen im Nicht-Wohnbau vor allem die deutlich schwächere Neubautätigkeit. Besonders stark wirkte sich demnach der Rückgang neu errichteter Tiefgaragen sowie von Produktions- und Lagerflächen aus. Rund 80 Prozent der Verlustbeiträge seien in diesen Bereichen zu verorten. Auf Produktebene zeigt sich ein uneinheitliches Bild.
Die Umsätze gingen in nahezu allen Segmenten zurück, am stärksten bei Versiegelungen mit minus 9,2 Prozent sowie bei Dickbelägen mit minus 9,6 Prozent. Eine Ausnahme bildeten Dünnbeschichtungen, die laut Studie um 2,0 Prozent zulegten. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltend schwierige Lage für Hersteller von Industriebodenbeschichtungen, deren Geschäft stark von Investitionsentscheidungen im Nicht-Wohnbau und von der Neubauleistung bei funktionalen Flächen abhängt.
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