Getreidesilo-Umbau in Bremen gewinnt europäischen Fassadenpreis
Das Bremer Kellogg’s Hotel gewinnt die Baumit Life Challenge 2026 und setzt neue Maßstäbe für die urbane Umnutzung im Denkmalschutz.
Im Vigadó-Konzerthaus in Budapest wurden im Rahmen der siebten Baumit Life Challenge herausragende Fassadenprojekte aus ganz Europa ausgezeichnet. Vor rund 500 Gästen aus der Architektur-, Bau- und Immobilienwirtschaft ging der begehrte Gesamtsieg an ein deutsches Projekt: Das „Kellogg’s Hotel“ in Bremen wurde von einer 13-köpfigen internationalen Architektinnen- und Architektenjury zur besten Fassade des Kontinents gekürt. Das Projekt setzte sich erfolgreich gegen eine Konkurrenz von über 350 Einreichungen durch.
Die Auszeichnung würdigt die sensible Transformation eines ehemaligen Getreidesilos zu einem markanten Hotelgebäude, das heute das neue Bremer Zentrum der Überseeinsel prägt. Die architektonische Umgestaltung löscht die industrielle Identität und Vergangenheit des denkmalgeschützten Bauwerks nicht aus, sondern führt sie in eine neue Zukunft als urbaner Begegnungsort. Die Fachjury hob insbesondere die klare Vision des Projekts hervor, die eine gelungene Verbindung von Innovation und traditionellem Handwerk demonstriert, während das prägende Industriedenkmal sorgfältig in eine neue Nutzungsära überführt wurde.
Neben dem Gesamtsieg wurden in der ungarischen Hauptstadt Auszeichnungen in sechs spezifischen Kategorien vergeben, die das breite Spektrum moderner Fassadengestaltung abbilden: Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Nicht-Wohnbau, Thermische Sanierung, Historische Sanierung sowie Besondere Struktur. Die Kategoriesieger stehen exemplarisch für die unterschiedlichen Facetten architektonischer Qualität – vom innovativen Neubau über nachhaltige Sanierungskonzepte bis zur anspruchsvollen Restaurierung historischer Bausubstanz. Im Fokus der juristischen Bewertung standen dabei neben dem Design und dem äußeren Erscheinungsbild vor allem die handwerkliche Ausführung, die Nachhaltigkeit, die Ressourceneffizienz und die gesellschaftliche Wirkung der eingereichten Objekte.
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