Facility Service in Österreich wächst um 4,6 Prozent
Die Branche verzeichnet ein solides Plus, getrieben von Technik und digitalen Prozessen.
Die Facility-Service-Unternehmen in Österreich haben im Geschäftsjahr 2025 nach zwei starken Vorjahren ein Umsatzplus von 4,6 Prozent verbucht. Die 20 führenden Anbieter der Branche legten mit 4,7 Prozent noch etwas deutlicher zu. Insgesamt erwirtschafteten die Top 20 einen Gesamtumsatz von 2.445,5 Millionen Euro und beschäftigten über 38.400 Mitarbeiter. Besonders kräftig entwickelten sich die technischen Dienstleister mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent. Dies geht aus der aktuellen Lünendonk-Studie hervor. An der Spitze des Rankings behauptete ISS mit einem Umsatz von 362,1 Millionen Euro und einem Plus von 2,7 Prozent die Führungsposition. Auf Rang zwei folgt Simacek mit 224,3 Millionen Euro, gefolgt von der CKV Gruppe mit 216,8 Millionen Euro.
Sodexo verbesserte sich mit geschätzten 169,0 Millionen Euro auf Platz vier, während Dussmann nach einem Umsatzrückgang von 4,0 Prozent mit 168,0 Millionen Euro Rang fünf belegt. Das stärkste Wachstum innerhalb der führenden Anbieter erzielte Strabag PFS. Durch die Integration der übernommenen Lohr Gebäudetechnik steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 59,6 Prozent auf 150,0 Millionen Euro und kletterte damit von Rang zehn auf Rang sechs. Dahinter folgen Equans mit geschätzten 125,0 Millionen Euro, Attensam mit 124,4 Millionen Euro, Apleona mit 120,8 Millionen Euro sowie Caverion mit 116,7 Millionen Euro. In der zweiten Hälfte der Top 20 fiel ÖWD trotz eines Zuwachses auf 115,0 Millionen Euro auf Platz elf zurück, gefolgt von Markas, der immOH! Gruppe, PKE Facility Management, Main Technische Dienstleistung, Wisag und Schmidt. Als Neueinsteiger auf Rang 18 schaffte Vebego mit einem Umsatzsprung um 38,2 Prozent auf 38,7 Millionen Euro den Sprung in das Ranking.
Den Abschluss der Top 20 bilden Blitzblank Reinigung auf Platz 19 und CBRE Global Workplace Solutions Austria auf Rang 20.Neben den Geschäftszahlen analysiert die Untersuchung auch den technologischen Wandel im Markt. Digitale Lösungen gewinnen kontinuierlich an Relevanz, wobei derzeit acht Prozent der Unternehmen bereits mehrheitlich automatisierte und KI-gestützte Prozesse im operativen Service einsetzen. Rund die Hälfte verfügt über digitale, standardisierte Prozessketten, während 38 Prozent diese bereits vollständig integriert haben. Laut Studienautor Stefan Schubert entwickeln sich digitale Angebote rasch vom Differenzierungsmerkmal zum Branchenstandard, weshalb anhaltende Veränderungsbereitschaft für den Markterfolg entscheidend bleibt.
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