EU-Gebäuderichtlinie pusht smarte Beleuchtung
Neue Effizienzregeln fordern vernetzte Beleuchtung. Smarte Systeme senken den Verbrauch rasch.
Bis 2050 soll Europa klimaneutral werden, weshalb der europäische Green Deal mit der Neufassung der Gebäuderichtlinie EPBD ambitionierte Vorgaben macht. Da rund 40 Prozent des gesamteuropäischen Energieverbrauchs auf Gebäude entfallen, forciert die Europäische Union eine umfassende Sanierungswelle des Bestands. Die Richtlinie verpflichtet alle 27 Mitgliedsstaaten zur Umsetzung.
Konkret müssen Nichtwohngebäude mit einer HLK-Leistung von mehr als 290 k W bis zum Jahr 2028 über Steuerungssysteme für Beleuchtung samt Datenschnittstellen verfügen. Ab 2030 greift diese Regelung bereits ab 70 k W Leistung, verbunden mit der Pflicht zu einer intelligenten Gebäudesteuerung. Zur Erfüllung dieser Vorgaben setzt der Beleuchtungskonzern Signify auf das Lichtmanagementsystem Interact.
Die Technologie automatisiert Beleuchtungsanlagen und passt Lichtstärken über Sensoren dynamisch an Präsenz und Tageslicht an. Dies ermöglicht selbst in älteren Bestandsbauten spürbare Stromeinsparungen, da Beleuchtung nur bei tatsächlichem Bedarf aktiviert wird. Installateure und Planende stellen laut Stefan Bauer-Gager, Geschäftsführer von Signify Österreich, die Weichen für eine energieeffiziente Zukunft.
Die flexible, kabellose Installation spare dabei Arbeitszeit und Kosten. Neben der Konfiguration per App bietet das System Schnittstellen über BACnet sowie Cloud-APIs für HLK- und Gebäudeautomationssysteme, womit es sich modular an unterschiedlichste Objektgrößen anpassen lässt.
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