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Dämpfer für Kessel & Co
2025 war für Erneuerbare Heizungen ein Minusjahr. Öl- und Gaskessel legten zu.
Rund 1,65 Millionen Wohneinheiten werden hierzulande durch Fernwärme mit Raumwärme und Warmwasser versorgt. Ein Umstand, der sich auf den Markt für Heizungsanlagen auswirkt. Dazu kommen von der Politik verursachte Förderwirren und eine allgemeine Bauflaute. All das machte das Jahr 2025 zum Minusjahr bei Heizungen. Mit insgesamt 92.500 Heizungsanlagen wurden 11 Prozent weniger verkauft als im Förderturbo-Jahr 2024.
Wärmepumpen Minus 21 Prozent
Am meisten nachgefragt waren Wärmepumpen mit einem Volumen von 36.100 Stück. Dies entspricht einem Marktrückgang von 21 Prozent. Mehr als 83 Prozent der verkauften Anlagen sind in diesem Segment Luft-Wasser-Wärmepumpen. Das Angebot ist groß, Kenner der Szene beziffern die Zahl der Anbieter auf rund 120. Sie alle warten darauf, dass der Neubau wieder anspringt und die begrenzten Fördermittel möglichst lang anhalten.
19 Prozent weniger Holzheizungen
Ganz ähnlich sieht die Situation bei Holzheizungen mit heimischem Pellet, Hackgut und Stückholz aus. Mit 23.500 verkauften Anlagen muss die Branche ein Minus von 19 % wegstecken. In diesem Segment entfallen rund 80 Prozent des Marktes auf vollautomatische Pelletheizungen. Ohne den Export müssten einige Hersteller so gut wie zusperren, weshalb der VÖK die europäische Diskussion über Nachhaltigkeit als „absurd“ wenig hilfreich betrachtet. Positiv sei aber, dass die europäische Umweltagentur festgestellt hat, dass in fast allen europäischen Städten die Feinstaubwerte deutlich unterhalb der Grenzwerte liegen.
Gas & Öl kräftig im Plus
Nach Prüfung der technischen und wirtschaftlichen Kennzahlen haben sich 31.900 Kunden wieder für eine Gastherme entschieden – ein Plus von immerhin 14 Prozent. Im Neubau wurden in Österreich Gasgeräte und Ölkessel per Gesetz verboten, wenn sie mit fossiler Energie betrieben werden können. Hier sollte in der Zukunft das schon lange in der Warteschleife hängende erneuerbaren Gase Gesetz Abhilfe schaffen, hofft die VÖK. Bald sollten unsere Geräte nicht nur „Green Gas eady“ sondern „ Green Gas operated“ sein. Die Österreicher:innen haben auch keine Berührungsängste zu Ölheizungen. Mit 1.100 Stück erreichten diese im Vorjahr ein Plus von 19 Prozent.
Übrigens: Für Solarthermie und Photovoltaik rechnet die Vereinigung jeweils Rückgänge zwischen 20 bis 30 Prozent .
Hybrider Ausblick
Nachdem die Welt unsicher geworden ist und viele Dinge sich schnell ändern, raten die Mitglieder der VÖK zur Hybridstrategie. „Gegen steigenden Energiekosten und Netzgebühren kann sich der Betreiber am Besten mit Hybridanlage wappnen“, so die Ansage. Wenn die Photovoltaikanalge Strom liefert, dann läuft die Wärmepumpe gratis. Wenn kein Strom geliefert wird, dann kommt der vollautomatische Kessel zum Einsatz – je nach Möglichkeiten vor Ort mit Pellets, Gas oder Heizöl. Diese ersetzt den elektrischen Heizstab und schont damit die Netze und spart auch Netzkosten. Zusätzlich bringt dieses System auch eine hohe Ausfallsicherheit.
Wärmepumpen Minus 21 Prozent
Am meisten nachgefragt waren Wärmepumpen mit einem Volumen von 36.100 Stück. Dies entspricht einem Marktrückgang von 21 Prozent. Mehr als 83 Prozent der verkauften Anlagen sind in diesem Segment Luft-Wasser-Wärmepumpen. Das Angebot ist groß, Kenner der Szene beziffern die Zahl der Anbieter auf rund 120. Sie alle warten darauf, dass der Neubau wieder anspringt und die begrenzten Fördermittel möglichst lang anhalten.
19 Prozent weniger Holzheizungen
Ganz ähnlich sieht die Situation bei Holzheizungen mit heimischem Pellet, Hackgut und Stückholz aus. Mit 23.500 verkauften Anlagen muss die Branche ein Minus von 19 % wegstecken. In diesem Segment entfallen rund 80 Prozent des Marktes auf vollautomatische Pelletheizungen. Ohne den Export müssten einige Hersteller so gut wie zusperren, weshalb der VÖK die europäische Diskussion über Nachhaltigkeit als „absurd“ wenig hilfreich betrachtet. Positiv sei aber, dass die europäische Umweltagentur festgestellt hat, dass in fast allen europäischen Städten die Feinstaubwerte deutlich unterhalb der Grenzwerte liegen.
Gas & Öl kräftig im Plus
Nach Prüfung der technischen und wirtschaftlichen Kennzahlen haben sich 31.900 Kunden wieder für eine Gastherme entschieden – ein Plus von immerhin 14 Prozent. Im Neubau wurden in Österreich Gasgeräte und Ölkessel per Gesetz verboten, wenn sie mit fossiler Energie betrieben werden können. Hier sollte in der Zukunft das schon lange in der Warteschleife hängende erneuerbaren Gase Gesetz Abhilfe schaffen, hofft die VÖK. Bald sollten unsere Geräte nicht nur „Green Gas eady“ sondern „ Green Gas operated“ sein. Die Österreicher:innen haben auch keine Berührungsängste zu Ölheizungen. Mit 1.100 Stück erreichten diese im Vorjahr ein Plus von 19 Prozent.
Übrigens: Für Solarthermie und Photovoltaik rechnet die Vereinigung jeweils Rückgänge zwischen 20 bis 30 Prozent .
Hybrider Ausblick
Nachdem die Welt unsicher geworden ist und viele Dinge sich schnell ändern, raten die Mitglieder der VÖK zur Hybridstrategie. „Gegen steigenden Energiekosten und Netzgebühren kann sich der Betreiber am Besten mit Hybridanlage wappnen“, so die Ansage. Wenn die Photovoltaikanalge Strom liefert, dann läuft die Wärmepumpe gratis. Wenn kein Strom geliefert wird, dann kommt der vollautomatische Kessel zum Einsatz – je nach Möglichkeiten vor Ort mit Pellets, Gas oder Heizöl. Diese ersetzt den elektrischen Heizstab und schont damit die Netze und spart auch Netzkosten. Zusätzlich bringt dieses System auch eine hohe Ausfallsicherheit.
FA
AutorFranz Artner
Tags
Heizung
Wärmepumpe
2025
Bauflaute
Neubau
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