CSC-Silber für drei Fertigteil-Standorte
Die Kirchdorfer-Tochter Maba Fertigteilindustrie belegt ihre CO2-Reduktion durch unabhängige Umweltstandards.
Die Maba Fertigteilindustrie setzt als erster österreichischer Hersteller von Betonfertigteilen den Standard des Concrete Sustainability Council (CSC) flächendeckend an drei Produktionsstätten um. Die Werke in Wöllersdorf, Gerasdorf und Grafendorf erreichten im Zertifizierungsverfahren jeweils den Silber-Status. Der international anerkannte CSC-Standard bewertet Nachhaltigkeitskriterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung über Umwelt- und Klimaschutz bis hin zur Produktkette. Damit forciert das Unternehmen die standardisierte Nachweisführung für nachhaltiges Bauen in Österreich.
Signifikante CO2-Einsparung bei Rezepturen
Zusätzlich zur Basiszertifizierung wurden ausgewählte Betone im freiwilligen CSC CO2-Modul verifiziert. Die Standorte Wöllersdorf und Gerasdorf erzielten hierbei das Level 3, was einer Treibhausgasreduktion von mindestens 50 Prozent gegenüber dem österreichischen Branchenreferenzwert entspricht. Das Werk Grafendorf sicherte sich Level 2 mit einer Einsparung von mindestens 40 Prozent. Diese differenzierte Einstufung bezieht sich gezielt auf die jeweiligen Rezepturen und erfolgt nicht pauschal für gesamte Bauteile.
Messbare Nachhaltigkeit für die Planungspraxis
„Die Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt, um Nachhaltigkeit messbar zu machen“, betont Franz Buschmüller, Geschäftsführer der Maba Fertigteilindustrie. Für Planer, Architekten und Bauherren entstehen dadurch verlässliche Planungsgrundlagen, da Aussagen zur Klimaleistung durch unabhängige Nachweise belegt werden. „Aussagen zur Dekarbonisierung gewinnen erst durch neutrale Zertifikate die nötige Verbindlichkeit für Ausschreibungen und Zertifizierungssysteme“, ergänzt Buschmüller.
Digitale EPDs ergänzen Standortprofil
Um die standortbezogenen Umweltdaten durchgängig zu dokumentieren, nutzt der Fertigteilspezialist digitale Instrumente zur Generierung von Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs). Die neuen CSC-Zertifikate ergänzen übergeordnete Unternehmensbewertungen wie das bestehende EcoVadis-Nachhaltigkeitsrating, lenken die Betrachtung nun jedoch gezielt auf die spezifischen Fertigungsstandorte. Für die Branche signalisiert dieser Schritt eine zunehmende Fokussierung auf transparente, datengestützte Baustoffentscheidungen bei der Realisierung klimaschonender Tragstrukturen.
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