Benya-Preis für Lehrlingsausbildung
Baumit erhält für sein 70-jähriges Ausbildungsengagement in Wopfing den Anton-Benya-Preis 2026.
Die Baumit GmbH ist am 20. Oktober im Festsaal des Wiener Rathauses mit dem Anton-Benya-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Das Baustoffunternehmen blickt am niederösterreichischen Standort Wopfing auf eine über 70-jährige Kontinuität in der Fachkräfteausbildung zurück, die bereits seit dem Jahr 1954 besteht. Die Auszeichnung unterstreicht die Relevanz betrieblicher Nachwuchsinitiativen für die Stabilität des gesamten Bausektors.
Kontinuierliche Nachwuchsförderung seit 1954
Im Fokus der Würdigung stand das Ausbildungskonzept in der hauseigenen Lehrwerkstätte, das handwerkliche Praxis mit industriellen Standards verbindet. Neben fachspezifischer Qualifikation forciert das Unternehmen gezielt die Frauenförderung in technischen Berufsfeldern sowie Auslandspraktika zur Erweiterung des fachlichen Horizonts. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian unterstrich im Rahmen der Verleihung die unternehmerische Verantwortung für den Arbeitsmarkt. „Qualifizierte Fachkräfte gibt es künftig nur dort, wo Betriebe auch bereit sind, selbst auszubilden“, betonte Katzian pointiert.
Plädoyer für einen Ausbildungsfonds
Für das Management bildet die gezielte Nachwuchsentwicklung eine fundamentale Basis zur Bewältigung des anhaltenden Fachkräftemangels in der Baustoffindustrie. „Ein hochqualifizierter Nachwuchs bleibt die zentrale Säule unseres Unternehmenserfolgs“, bekräftigte Baumit-Geschäftsführer Manfred Tisch. Tisch signalisierte zugleich Unterstützung für strukturelle Reformen im heimischen Ausbildungssystem. Vor diesem Hintergrund begrüßte der Geschäftsführer die aktuelle Diskussion über einen Ausbildungsfonds, um Betriebe mit starkem Ausbildungsengagement gezielt zu fördern und zu entlasten.
Wirtschaftliche Basis und strategischer Ausblick
Die Baumit GmbH zählt zu den führenden Baustoffproduzenten auf dem österreichischen Markt. Das Familienunternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 hierzulande einen Umsatz von 290 Millionen Euro und beschäftigt 670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die kontinuierliche innerbetriebliche Qualifizierung schützt die Industrie vor künftigen Engpässen bei kritischen Produktions- und Beratungsprozessen. Die Zuerkennung des Anton-Benya-Preises setzt damit ein deutliches Signal für die strategische Bedeutung fundierter Fachkräfteentwicklung in der Bauwirtschaft.
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