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Automatisierter Sonnenschutz senkt Bedarf an Kühlenergie

Außenliegende Systeme reduzieren Wärmeeintrag und entlasten die Klimatechnik.

Die Debatte um die Sommertauglichkeit von Gebäuden erfährt im Kontext der fortschreitenden Dekarbonisierung eine fundamentale Neuausrichtung. Während die aktive mechanische Kühlung rund zehn Prozent des weltweiten Stromverbrauchs bindet und über thermische Ablufteinträge direkt zur Überhitzung des urbanen Raums beiträgt, rückt die präventive Beeinflussung des g-Wertes von Fensterflächen in den Fokus der Fachplanung. Je nach Baualtersklasse, Gebäudetypus und Verglasungsanteil lassen sich durch den synergetischen Einsatz automatisierter, außenliegender Sonnenschutzsysteme bis zu 50 Prozent der Kühlenergie und im Winterbetrieb bis zu 30 Prozent der Heizwärme einsparen. Diese passive Effizienzsteigerung positioniert die smarte Fassade als ökologisches Primärwerkzeug vor klassischen Klimaanlagen, um die Zielvorgaben der EU-Renovation-Wave messbar zu erfüllen.

Eine optimierte Gebäudeenergiebilanz setzt voraus, dass sich die Beschattungselemente permanent in der thermodynamisch idealen Position befinden. Mit dem hauseigenen Steuerungssystem Onyx adressiert der Sonnenschutzspezialist Hella diese Anforderung über skalierbare Digitallösungen, die von der privaten Wohnnutzung bis hin zu komplexen Büroarchitekturen reichen. Das System operiert über eine dezentrale Sensorik der Baureihe Onyx.TAG, die Umweltparameter wie Helligkeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windlasten in Echtzeit erfasst. Während die ultrakompakte, batteriebetriebene Einheit Onyx.TAG sun über einen breiten Messbereich von bis zu 100.000 Lux den exakten Blendschutz steuert, überwacht die Komponente temperature die thermischen Schwellenwerte im Innen- und Außenbereich inklusive einer Frostschutzfunktion für die mechanischen Bauteile.

Der technologische Quantensprung der Systemgeneration manifestiert sich in der fundamental erweiterten logischen Verknüpfung der Automatikprogramme. Über die multidimensionale Wetterstation Onyx.Weather und dedizierte 3D-Windsensoren an den Ausfallprofilen wird ein vollautomatischer Schutz der Fassadenelemente vor mechanischer Überlastung realisiert, während simultan astronomische Zeitprogramme mit den meteorologischen Echtzeitdaten fusionieren. Für die TGA-Branche und die Gebäudeautomation ist hierbei die offene Konnektivität entscheidend: Das Steuerungssystem ist vollumfänglich schnittstellenkompatibel mit internationalen IoT-Standards und ermöglicht über eine enge Abstimmung mit der Elektroplanung die native Einbindung in übergeordnete Heizungs-, Lüftungs- und Klimaregelungen. Diese gewerkeübergreifende Zirkularität verlagert die energetische Lastregelung weg von der fossilen Kompensation hin zur prädiktiven, nutzerzentrierten Gebäudehülle.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 19. Mai 2026 - zuletzt bearbeitet am 19. Mai 2026


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AutorRedaktion
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Hella
Sonnenschutz
Kühlung
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