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Allergene in Gebäuden als zusätzliche Bauaufgabe
UBM Development setzt Spezialsiegel um und rückt so Allergene in Innenräumen stärker in den Fokus.
Die Belastung durch Allergene wird häufig mit der Außenluft in Verbindung gebracht, insbesondere während der Pollensaison. Gleichzeitig weisen Studien darauf hin, dass die Schadstoffkonzentration in Innenräumen deutlich höher sein kann als im Freien. Da Menschen den Großteil ihres Lebens in Gebäuden verbringen, gewinnt die Qualität der Innenraumluft zunehmend an Bedeutung.
Neue Anforderungen an Planung und Bau
Neben etablierten Kriterien wie Energieeffizienz, CO₂-Bilanz und Ressourcenschonung rückt nun auch die gesundheitliche Wirkung von Gebäuden stärker in den Fokus. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung eines medizinisch fundierten Qualitätssiegels für allergikerfreundliche Gebäude und Quartiere, das von der AFBA – Allergy Friendly Buildings Alliance in Zusammenarbeit mit der European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF) und weiteren Forschungseinrichtungen, Mediziner und Ingenieurbüros erarbeitet wurde.
Ein aktuelles Beispiel ist das UBM-Wohnprojekt, das derzeit im Stadtteil Berg am Laim im Münchner Osten entwickelt wird. Das auf dem ehemaligen Bogner-Areal in Holz-Hybrid-Bauweise entstehende Timber Living ist von der AFBA bereits vorzertifiziert und wird neben Wohnungen und einen Supermarkt auch einen Kindergarten umfassen.
Allergen-Belastung reduzieren
Das Konzept zielt darauf ab, Belastungen durch Allergene in Innenräumen systematisch zu reduzieren. Dazu zählen unter anderem Anforderungen an Baumaterialien, Lüftungskonzepte, Filtertechnologien sowie an die Ausführung von Innenoberflächen. Auch Aspekte wie Wartung und Betrieb spielen eine zentrale Rolle, um die langfristige Wirksamkeit sicherzustellen.
Aufnahme in bestehende Zertifikate würde gesundheitliche Bau-Maßstäbe erhöhen
Für die Gebäudetechnik ergeben sich daraus neue Planungsansätze, insbesondere im Bereich der Lüftungs- und Klimatechnik. Hochwertige Filtersysteme, kontrollierte Luftführung und emissionsarme Materialien könnten künftig stärker standardisiert werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Integration solcher Maßnahmen in bestehende Nachhaltigkeitszertifizierungen. Branchenvertreter sehen in allergikerfreundlichem Bauen ein wachsendes Handlungsfeld, das neben ökologischen und ökonomischen Kriterien an Bedeutung gewinnt. Die Entwicklung entsprechender Standards könnte dazu beitragen, gesundheitliche Aspekte stärker in der Baupraxis zu verankern und langfristig neue Qualitätsmaßstäbe zu definieren.
Neue Anforderungen an Planung und Bau
Neben etablierten Kriterien wie Energieeffizienz, CO₂-Bilanz und Ressourcenschonung rückt nun auch die gesundheitliche Wirkung von Gebäuden stärker in den Fokus. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung eines medizinisch fundierten Qualitätssiegels für allergikerfreundliche Gebäude und Quartiere, das von der AFBA – Allergy Friendly Buildings Alliance in Zusammenarbeit mit der European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF) und weiteren Forschungseinrichtungen, Mediziner und Ingenieurbüros erarbeitet wurde.
Ein aktuelles Beispiel ist das UBM-Wohnprojekt, das derzeit im Stadtteil Berg am Laim im Münchner Osten entwickelt wird. Das auf dem ehemaligen Bogner-Areal in Holz-Hybrid-Bauweise entstehende Timber Living ist von der AFBA bereits vorzertifiziert und wird neben Wohnungen und einen Supermarkt auch einen Kindergarten umfassen.
Allergen-Belastung reduzieren
Das Konzept zielt darauf ab, Belastungen durch Allergene in Innenräumen systematisch zu reduzieren. Dazu zählen unter anderem Anforderungen an Baumaterialien, Lüftungskonzepte, Filtertechnologien sowie an die Ausführung von Innenoberflächen. Auch Aspekte wie Wartung und Betrieb spielen eine zentrale Rolle, um die langfristige Wirksamkeit sicherzustellen.
Aufnahme in bestehende Zertifikate würde gesundheitliche Bau-Maßstäbe erhöhen
Für die Gebäudetechnik ergeben sich daraus neue Planungsansätze, insbesondere im Bereich der Lüftungs- und Klimatechnik. Hochwertige Filtersysteme, kontrollierte Luftführung und emissionsarme Materialien könnten künftig stärker standardisiert werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Integration solcher Maßnahmen in bestehende Nachhaltigkeitszertifizierungen. Branchenvertreter sehen in allergikerfreundlichem Bauen ein wachsendes Handlungsfeld, das neben ökologischen und ökonomischen Kriterien an Bedeutung gewinnt. Die Entwicklung entsprechender Standards könnte dazu beitragen, gesundheitliche Aspekte stärker in der Baupraxis zu verankern und langfristig neue Qualitätsmaßstäbe zu definieren.
GS
AutorGustav Schocher
Tags
ubm development
Allergien
Lüftung
Nachhaltigkeitszertifizierung

