Luftreiniger schützen bedingt

Der Automatik-Modus von Luftreinigern sei laut einer Studie für Corona-Prävention ungeeignet.

Steigende Infektionszahlen drängen die Politik, wieder strenge Regeln zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie umzusetzen. Um das Infektionsrisiko während Herbst und Winter in Räumen zu reduzieren, setzen Unternehmen und Gastronomie verstärkt auf Luftreiniger.

Automatik-Modus erhöht Aerosolkonzentration

Handelsübliche Luftreiniger verfügen in der Regel über eine sogenannte Automatik-Funktion. Eine integrierte Sensorik ermittelt dabei die Luftbelastung durch Feinstaub, Pollen oder auch VOC’s im Raum. Weisen die voreingestellten Parameter „saubere Luft“ aus, schaltet das Gerät auf den Stand-by-Modus oder die niedrigste Betriebsstufe. Die Sensorik reagiert somit auf die verminderter Raumluft-Belastung durch ausschließlich feinste Stäube oder flüchtige organische Verbindungen (VOC). Ein Zusammenhang zur Konzentration virenbehafteter Aerosole und deren Infektiösität besteht damit aber nicht. Diese kann trotz vermeintlich „sauberer Luft“ sehr hoch sein. Für einen wirksamen Schutz vor virenbelasteten Aerosolen ist es deshalb notwendig, das Raumluftvolumen mehrfach pro Stunde zu filtern.

Jochem Weingartz, Produktmanager der Trotec GmbH: „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Luftreiniger für Privathaushalte das Infektionsrisiko in Räumen reduzieren. Dafür gelten spezielle, strenge Vorgaben, darunter der Einsatz eines H14-Hepa-Filters und eine durchgängig, mindestens sechsfache Luft-Umwälzrate pro Stunde.“

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