Markt & Macherbuildingtimes.at
/ Lesezeit 1 min
Wärmepumpen: Hochgepumpte Depression
Im 1. Halbjahr wurden 26 % weniger Wärmepumpen verkauft. Bei Monoblock-Geräten betrug das Minus 20 %, Split sackte um 37 % ab.
Zuerst ganz viel, dann wenig und zwischendurch Null. Die jüngste Geschichte der heimischen Heizungsförderung ist geprägt von Hochs und Tiefs. So auch die Absatzzahlen der Hersteller. Im ersten Halbjahr 2026 wurden mit knapp 18.000 Stück in Summe 26 Prozent weniger Geräte abgesetzt als 2025, so die Statistik des Verbandes Wärmepumpe Austria. Fast 20 Prozent beträgt das Absatzminus bei Monoblock Luft-Wasser-Wärmepumpen, von denen 9.521 Einheiten verkauft wurden.
Die Split-Geräte verloren fast 37 Prozent gegenüber 2025. Etwa 46 Prozent beträgt der Rückgang bei Wasser/Wasser-Wärmepumpen, die mit 124 Einheiten eine Nische darstellen. Mit 14 Prozent Minus am wenigsten getroffen hat die Absatzkrise die Erdreich-Direktverdampfer, die mit 143 Einheiten ebenfalls ein Minderheitenprogramm darstellen.
Doch es gibt auch ein Segment, das im ersten Halbjahr kräftig gewachsen ist. Die Geräte in der Leistungsklasse 50 bis 100 kW ist von 49 Einheiten im ersten Halbjahr 2025 auf immerhin 83 Stück heuer gestiegen. Genau in dieses Segment steuert Solarfocus mit einer Erweiterung der Produktion, für die Mitte Oktober der Spaten gestochen wird. Künftig soll dort vorrangig eine neue Luftwärmepumpe mit einer Leistung von 35, 70 und 105 kW gebaut werden, die für größere Gebäude, Wohnanlagen sowie gewerbliche und industrielle Anwendungen ausgelegt ist.
Umgekehrter deutscher Markt
Ganz anders sieht die Situation im Nachbarland aus. Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut BWP/BDH-Absatzstatistik in Deutschland 40 Prozent mehr Wärmepumpen von den Herstellern an Großhändler oder Fachhandwerker abgesetzt als im Vorjahreszeitraum.
R
AutorRedaktion
Tags
Wärmepumpen
Umsatz
Solarfocus
Marktbericht
Weitere Artikel

