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Sicherheitsstudie: Viel Angst vor Cyber-Kriminalität
Mehr als die Hälfte der Befragten ortet eine Verschlechterung der Sicherheitslage, so eine aktuelle Studie des Verbandes der Sicherheitsunternehmen Österreichs (VSÖ). Am meisten fürchten sich die Bürger vor der Cyber-Kriminalität.
In Österreich wird die Kluft zwischen einem hohen subjektiven Sicherheitsgefühl und einer gleichzeitig wahrgenommenen Zunahme an Bedrohungen größer. Dies zeigt eine groß angelegte Sicherheitsstudie des Verbandes der Sicherheitsunternehmen Österreichs (VSÖ), die sich bereits vor dem Amoklauf an einer Grazer Schule mit dem Sicherheitsempfinden innerhalb der österreichischen Wohnbevölkerung auseinandergesetzt hat.
84 Prozent der Bevölkerung fühlen sich laut Studie sicher in Österreich. Gleichzeitig haben mehr als die Hälfte der Befragten (55%) den Eindruck, dass sich die Sicherheitslage in den vergangenen fünf Jahren verschlechtert hat. Eine Verbesserung nehmen nur fünf Prozent wahr. Als größte Bedrohungen der kommenden Jahre werden von jeweils mehr als einem Drittel der Befragten Cyberkriminalität (37%), generelle Gewaltbereitschaft (36%) und politischer Extremismus (33%) genannt.
Vielfältige Einflussfaktoren
Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist nicht einheitlich, sondern wird von vielen persönlichen und sozialen Faktoren beeinflusst. Die Studie zeigt, welche Rolle etwa Wohnort, Alter, Bildungsgrad oder Geschlecht dabei spielen:
- Regionalisierung: Hier zeigt sich ein deutliches Land-Stadt-Gefälle, das Wiener Sicherheitsgefühl ist signifikant niedriger ausgeprägt. Während sich in der Bundeshauptstadt 75 Prozent der Befragten sehr/etwas sicher fühlen, sind es im übrigen Österreich 87 Prozent. 25 Prozent der Wiener*innen fühlen sich somit eher nicht/überhaupt nicht sicher.
- Altersdynamiken: Ältere Personen sehen die Sicherheit künftig noch stärker durch klassische Kriminalität bedroht, jüngere Menschen fürchten eher aktuellere Gefahrenpotenziale wie etwa Cybercrime. So sehen 17 Prozent der 65- bis 75-jährigen Einbrüche als sicherheitsrelevante Bedrohung, in der Altersgruppe der 16- 29-Jährigen sind es acht Prozent. Umgekehrt erkennen 42 Prozent der Jungen Cyberkriminalität als wesentliches Bedrohungsfeld, während das nur für 31 Prozent der Älteren der Fall ist.
- Bildung: Das allgemeine Sicherheitsgefühl ist etwa bei Personen mit Matura deutlich positiver ausgeprägt (91 Prozent fühlen sich etwas/sehr sicher) als bei jenen ohne Matura (81%). Weiteres Beispiel: Politischer Extremismus stellt für 29 Prozent der Menschen ohne Matura eine relevante Bedrohung dar, in der Gruppe mit höherem Bildungsabschluss ist dieser Anteil mit 42 Prozent deutlich höher.
- Geschlechtsspezifische Aspekte: Die Wahrnehmung von Gefahren, aber auch, mit welchen Mitteln man ihnen begegnet, ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. So empfinden etwa 22 Prozent der Frauen sexuelle Übergriffe als bedrohlich, bei Männern sind es 15 Prozent der Befragten. Die Präsenz von Sicherheitsdienstleistern im öffentlichen Bereich ist für 76 Prozent der Frauen, aber nur für 65 Prozent der Männer wichtig.
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