PV Austria wird zu PV&B Austria: Verband fordert Speicheroffensive
Der Bundesverband erweitert seinen Namen um Batteriespeicher und richtet die Verbandsarbeit neu aus.
Die Integration von Heimspeichern und großtechnischen Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) hat sich von einer Ergänzung der Solarenergie zu einer essenziellen Säule der Netzstabilität und der Eigenverbrauchsoptimierung entwickelt. Um dieser technologischen Realität Rechnung zu tragen, vollzieht der bisherige Bundesverband Photovoltaic Austria zum 30-jährigen Bestehen eine Markenanpassung: Die Interessenvertretung firmiert ab sofort als Bundesverband Photovoltaic & Battery Austria (PV&B Austria). Mit dem neuen Namen spiegelt die Organisation die strategische Ausrichtung ihrer mehr als 470 Mitgliedsunternehmen wider, die weit über die reine Stromerzeugung hinausgeht und die Systemintegration in den Fokus rückt.
Der Namenswechsel wird durch eine aktuelle interne Erhebung untermauert, nach der rund zwei Drittel der Verbandsmitglieder eine umfassende Speicheroffensive als primäre politische Anforderung an die Bundesregierung definieren. Knapp drei Viertel sehen in der Flexibilisierung des Energiesystems durch Speicher den zentralen Schwerpunkt für die künftige Verbandsarbeit. Um dieser Entwicklung auch personell und fachlich gerecht zu werden, wurde der Vorstand von PV&B Austria kürzlich um die Speicherexperten Raphaela Hein und Herbert Ruppitsch erweitert. Ziel ist es, PV-Anlagen und Speichertechnologien in den rechtlichen sowie netztechnischen Rahmenbedingungen nicht mehr isoliert, sondern als funktionale Einheit zu verankern.
Systemische Notwendigkeit: Das volatile Dargebot der Photovoltaik erfordert zwingend den parallelen Ausbau von Speicherkapazitäten auf allen Netzebenen. Der Verband verschiebt seine Priorität damit klar vom reinen Zubau der Erzeugungskapazitäten hin zur netzdienlichen Systemintegration.
Die Neuausrichtung betrifft die gesamte Wertschöpfungskette der österreichischen Solar- und Speicherbranche. Die Mitgliederstruktur zeigt die breite Verankerung des Verbands im Markt: Neben Kleinunternehmen und Einzelpersonen machen Planungs- und Errichtungsbetriebe mit Elektroinstallation den größten Anteil der ordentlichen Mitglieder aus, gefolgt von Generalunternehmen, Handelsbetrieben und Herstellern. Durch die verstärkte politische Positionierung als Speicherverband will PV&B Austria die rechtlichen Hürden für den zügigen Speicheraufbau abbauen und die Stromspeicherung als gleichberechtigte Säule der österreichischen Energiewende etablieren.
Weitere Artikel

