Pilotprojekt senkt Heizenergieverbrauch
In Langenlebarn senkt ein Wohnbau den Heizverbrauch um 13 Prozent und spart pro Wohnung rund 100 Euro pro Jahr.
Ein Pilotprojekt des gemeinnützigen Bauträgers Nbg in einer Wohnhausanlage in Langenlebarn zeigt, wie sich der Heizbetrieb in Bestandsgebäuden durch datenbasierte Optimierung effizienter steuern lässt. In Kooperation mit Wohnio wurde der Energieverbrauch nach Angaben der Projektpartner um 13 Prozent reduziert. Im Mittelpunkt stand eine 1970 errichtete Anlage mit 24 Wohneinheiten in der Florahofstraße. Dort waren die Heizkurven bislang nicht optimal abgestimmt, was den Energieverbrauch erhöhte. Wohnio analysierte Nutzungs- und Temperaturdaten und passte die Heizkurven entsprechend an. Ein laufendes Monitoring soll sicherstellen, dass die Einstellungen regelmäßig überprüft und bei Bedarf nachjustiert werden.
Damit wurden Energieverbräuche und Betriebsparameter transparent gemacht und gezielt gesteuert. Zusätzlich setzten die Projektpartner auf eine direkte Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner. Eine zentrale Anlaufstelle für Temperaturmeldungen ermöglichte Anpassungen im laufenden Betrieb, ohne den Wohnkomfort zu beeinträchtigen. Als Ergebnis nennt das Projekt eine bisherige Reduktion des Energieverbrauchs um 13 Prozent. Die jährliche Einsparung liege aktuell bei etwa 100 Euro pro Wohnung. Weitere Effizienzpotenziale sollen über das fortlaufende Monitoring identifiziert und schrittweise über gezielte Maßnahmen umgesetzt werden.
NBG-Direktor Manuel Resetarics sieht darin einen Ansatz, um mit vergleichsweise geringem Aufwand Einsparungen für Mieterinnen und Mieter zu erzielen. Wohnio-Geschäftsführer Kevin Bauer betont den Nutzen von Echtzeitdaten und intelligenter Steuerung, um Heizsysteme am tatsächlichen Bedarf auszurichten und dauerhaft effizient zu betreiben.
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