Österreichs Wohnbau: Auf kurzes Hoch folgt nächster Einbruch
Fachverband warnt vor anhaltender Krise und fordert rasche Hilfen für den Markt
Der heimische Wohnungsneubau verzeichnet für 2026 zwar ein leichtes Plus, steuert danach jedoch direkt auf das nächste Tief zu. Nach aktuellen Erhebungen von Exploreal im Auftrag des WKÖ-Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder werden im Jahr 2026 österreichweit voraussichtlich 30.900 Wohneinheiten fertiggestellt. Bereits 2027 droht die Zahl jedoch auf knapp 25.000 Einheiten zu sinken, was einem Rückgang von rund 19 Prozent entspricht.
Damit bleibt die Bautätigkeit weit hinter dem Höchststand des Jahres 2022 zurück, als rund 46.500 Wohnungen übergeben wurden. In der Bundeshauptstadt Wien, die bei den Fertigstellungen weiterhin an der Spitze liegt, wird nach etwa 12.100 Einheiten im Jahr 2026 für 2027 ebenfalls ein Rückgang auf rund 9.600 Wohnungen erwartet. Fachverbandsobmann Roman Oberndorfer sieht den Wohnungsmarkt in einer schweren Krise und führt dies auf strenge Finanzierungsvorgaben sowie fehlende Anreize für Bau und Sanierung zurück.
Im zweiten Quartal 2026 ging die Zahl der verkauften und vermieteten Neubauwohnungen in den meisten Bundesländern zurück, während das Gesamtangebot seit Mitte 2025 beschleunigt schrumpft. Die Branche fordert daher eine Sanierungsoffensive, Finanzierungserleichterungen und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen.
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