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Neuer Schallrechner

Wärmepumpe

Neues Tool soll als Genehmigungsgrundlage für Behörden und Bauwerber:innen fungieren.
Nach langen Jahren der Skepsis und Zurückhaltung geht die Vereinigung Österreichischer Kessel- und Heizungsindustrie (VÖK) in die Wärmepumpen-Offensive. Als erster Streich wird der neue österreichische Schallrechner präsentiert, der einfache und nachvollziehbare Schallberechnungen für Wärmepumpen auf Basis der offiziellen GET-Datenbank ermöglicht. Damit unterstützt das digitale Tool Installateur:innen, Planer:innen, Behörden und Bauherr:innen bei der sicheren Planung und Umsetzung von Wärmepumpenprojekten.

Der Schallrechner wurde speziell für die österreichischen Rahmenbedingungen entwickelt. Grundlage bilden die Vorgaben des Österreichischen Instituts für Bautechnik aller Bundesländer, die Richtlinien der ÖAL (Österreichischer Arbeitsring für Lärmbekämpfung) und des ÖAL-AG Forum Schall, sowie die einschlägigen ÖNORMEN und ISO Normen. Dadurch berücksichtigt das Tool jene Anforderungen, die in der österreichischen Genehmigungs- und Planungspraxis relevant sind.

GET Datenbank als Grundlage

Als Datenbasis nutzt der Schallrechner die offizielle GET-Produktdatenbank, in der die in Österreich förderfähigen Heizungsprodukte erfasst sind. Anwender:innen profitieren dadurch von einer verlässlichen und anerkannten Grundlage für Planung, Dokumentation und Behördenverfahren.

Der Zugang zum Schallrechner ist einfach: Die Nutzung ist kostenlos und erfordert weder Registrierung noch Mitgliedschaft oder Lizenzgebühren. Der Einstieg erfolgt entweder direkt über www.schallrechner.at oder in Kürze über die GET-Produktdatenbank. Nach Auswahl der gewünschten Wärmepumpe gelangen Anwender:innen unmittelbar zur Schallberechnung. Damit steht Installateur:innen, Planer:innen, Behörden und privaten Bauherr:innen ein nutzerfreundlicher Zugang zu professionellen Schallberechnungen zur Verfügung.

Auf der integrierten Satellitenkarte kann das Grundstück herangezoomt werden, die Gebäude sind ebenfalls bereits eingezeichnet und es muss nur der Standort der Anlage eingegeben werden. Ein wesentliches Merkmal des neuen Schallrechners ist die verständliche grafische Aufbereitung. Anlagenstandort, Umgebungssituation und Schallausbreitung werden nachvollziehbar dargestellt. Es können auch Kaskaden berechnet werden, Bodendämpfung sowie individuelle Lärmschutzmaßnahmen können einfach berücksichtigt werden. Es ist nur noch der Anlagenstandort einzuzeichnen – fertig. Die integrierten FAQ helfen bei allfälligen Unklarheiten. Dadurch lassen sich die Auswirkungen einer geplanten Wärmepumpenanlage bereits in frühen Projektphasen besser beurteilen.

Ergebnisbericht zum Download

Zusätzliche Sicherheit bietet der aussagekräftige Ergebnisreport. Er dokumentiert Berechnungsgrundlagen und Ergebnisse transparent und eignet sich als Unterlage für Behördenverfahren und Projektunterlagen. Damit schafft der Schallrechner eine einheitliche und nachvollziehbare Grundlage für die Bewertung von Wärmepumpenprojekten, so eine Aussendung. Elisabeth Berger, Geschäftsführerin der VÖK: „Wir wollten ein Berechnungstool schaffen, dass allen Beteiligten die Beurteilung ermöglicht, ob nach österreichischer Rechtslage die Schallwerte eingehalten werden. Das soll einerseits zu mehr Planungssicherheit führen und andererseits zu einem friedlichen nachbarschaftlichen Miteinander“.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 24. September 2026 - zuletzt bearbeitet am 24. September 2026


MG
AutorMirjam Gebhart
Tags
Datenbank
Behördenverfahren
Pokorny Technologies
VÖK
Wärmepumpen
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