Neue Richtlinien für sicheres Trinkwasser in Gebäuden
Angesichts steigender Temperaturen sichert ein neues Regelwerk die Qualität in Leitungen
Die Sicherung einer hygienisch einwandfreien Trinkwasserversorgung in Gebäuden erfordert präzise Planung und fachgerechte Instandhaltung. Vor dem Hintergrund steigender Sommertemperaturen hat Austrian Standards die zweite, aktualisierte Auflage der Normensammlung zur Trinkwasserhygiene in Hausinstallationen herausgegeben. Das Werk bündelt die wichtigsten Vorgaben für Planer, Installateure und Betreiber.
Besondere Relevanz gewinnt das Thema durch gesundheitliche Risiken wie Legionellen, die sich in erwärmten oder ungenutzten Leitungen vermehren können. Diese Erreger lösen schwere Lungenentzündungen aus. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit registrierte im Jahr 2025 in Österreich 419 Krankheitsfälle, wobei die Sterblichkeit laut Fachleuten bei 10 bis 15 Prozent liegt.
Der Klimawandel, längere Leerstände durch Homeoffice und die Erwärmung von Wasserleitungen verschärfen diese Problematik zusätzlich. Die Neuauflage der Sammlung vereint sechs relevante Önormen und einen technischen Report im Volltext. Enthalten ist unter anderem ein Leitfaden zur Umsetzung des von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Water Safety Plans für Gebäude.
Dieses Konzept zielt darauf ab, Risiken wie Temperaturschwankungen oder Stagnationswasser frühzeitig im laufenden Betrieb zu erkennen und Gefahren zu vermeiden. Das Fachbuch richtet sich an alle Verantwortlichen im Gebäudesektor, von der Planung bis zur Verwaltung. Die Publikation umfasst 288 Seiten und ist im Webshop von Austrian Standards erhältlich.

