Neue Förderung steht
2027 gibt es 500 Millionen für die Sanierung und den Heizungstausch aus. Die Details.
Es ist der Herbst der Ergebnisse, verkündete vor einigen Wochen Bundeskanzler Christian Stocker. Gestern hat der Ergebnisblitz die Branche getroffen und eine Überraschung gebracht. Die Sanierungsoffensive wurde verkündet, konkret die Förderung für die thermische Sanierung und den Heizungstausch. Insgesamt stehen 500 Millionen Euro an Fördergeld zur Verfügung. Bei der thermischen Sanierung wurde der Fördertopf mit 321 Millionen Euro überraschend gut gefüllt, im Sommer war noch von 181 Millionen Euro die Rede. Bleiben 179 Millionen für den Heizkesseltausch, wo derzeit keine Einreichung möglich ist, weshalb die Regierung vorgreift und neue Anträge bereits ab 2. November möglich sind. "Wir kurbeln die Bauwirtschaft an, sichern Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung und unterstützen Haushalte dabei, die eigenen vier Wände zu modernisieren und energieeffizient aufzustellen", erklärte der Bundeskanzler.
Weniger ist mehr
Ein Fernwärmeanschluss für Einfamilienhäuser soll mit bis zu 4.000 Euro gefördert werden. In der nächsten Förderperiode werden Biomasse-Nahwärmeanschlüsse mit 4.000 Euro und der Umstieg von fossilen Heizsystemen auf Biomasseheizungen mit 6.000 Euro (zuvor bis zu 8.500 Euro) gefördert. Eine Antragstellung über das Online-Portal ist ab 2. November möglich. Heuer bereits gestellte Anträge, die aufgrund der frühzeitigen Förderschließung nicht zum Zug gekommen sind, können ab dem 2. November wieder berücksichtigt werden. Wenn die FörderwerberInnen die Umsetzung rechtzeitig schaffen, wird die Kesseltauschprämie heuer noch ausbezahlt, weiß der Biomasserverband.
Fenstertausch & CO
Beim Fenstertausch soll die Förderung laut Medien bis zu 5.000 Euro betragen. Einen Tausender mehr soll es geben, wenn Außenbeschattungen mitgemacht werden. Generell werden bis zu 30 % der förderfähigen Investitionskosten übernommen. Für die Begründung von Fassaden wird ein Zuschlag von 150 Euro pro m2 kolportiert.
Ziel der Bundesregierung ist es, mit diesem Budget rund 30.000 fossile Heizungsanlagen durch erneuerbare Heizsysteme zu ersetzen. Um die rund 440.000 öl- und 840.000 gasbetriebenen Heizungsanlagen innerhalb von acht Jahren bis 2035 vollständig auszutauschen, müssten jedoch jährlich im Schnitt etwa 160.000 (55.000 Öl; 105.000 Gas) fossile Heizungen durch Scheitholzkessel, Nah- und Fernwärmeanschlüsse, Pellets- und Hackgutheizungen sowie Wärmepumpen ersetzt werden.
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