Neubau oder Umbau: Wandel der Branche gefragt
„Develop to Green: Muss Neubau verboten werden? Dieser und anderen Fragen hat sich eine hochkarätige Diskussionsrunde rund ums Bauen und Entwickeln gewidmet.
Klimaneutralität und ESG beschäftigen derzeit die Bau- und Immobilienwirtschaft. Immerhin gehört die Branche zu den größten CO2-Produzenten der Welt – sei es in der Produktion oder dann im Betrieb. „Es ist höchste Zeit, dass wir über unseren Umgang nachdenken“, so Christoph Achammer, CEO ATP Architekten Ingenieure und Professor auf der TU Wien. Er hat jetzt gemeinsam mit Christoph Reschke, Senior Managing Director von Hines Germany und Timm Sassen, Gründer und CEO der Greyfield Group über die Zukunft des Bauens diskutiert. Die Online-Diskussion war gleichzeitig auch Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen über die Plattform builtworld.com unter dem Titel „Manage to Zero“, bei denen genauer auf angesprochene Themen eingegangen werden soll.
Umplanen bedeutet Aufwand
Alle drei Diskutanten sehen für die Zukunft der Baubranche die Notwendigkeit eines Wandels, weg vom Neubau und hin zum Erhalt bestehender Gebäude. „Es ist auch ein Ressourcenthema, auch über die Nutzung von Grundstücken muss man nachdenken. Die Welt ist endlich und kann nicht erweitert werden“, so Timm Sassen, dessen Firma auf das Redevelopment von Bestandsimmobilien spezialisiert ist. Auch Hines geht immer mehr in Richtung Bestandserhalt, was seine Tücken hat. „Umplanen bedeutet viel mehr Aufwand. Man muss die Substanz öffnen, was mehr Zeit, mehr Geld und auch mehr Unsicherheit für die Entwickler bedeutet“, so Christoph Reschke. „Der Mut zum Erhalt ist auch eine unternehmerische Entscheidung“. Den Bau auf der grünen Wiese sehen die Diskussionsteilnehmer in Zukunft nur mehr in Ausnahmefällen.
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