Die Anforderungen an die moderne Siedlungswasserwirtschaft verändern sich vor dem Hintergrund des Klimawandels rasant, wodurch das Regenwassermanagement zunehmend in den Fokus der Bau- und Planungsbranche rückt. Um dieser Dynamik zu begegnen, ist zwei Jahre nach der vorherigen Ausgabe die aktualisierte 11. Auflage des „Ratgebers Regenwasser" erschienen. Die Fachbroschüre greift aktuelle Fragestellungen der Stadthydrologie auf und richtet sich gezielt an Kommunen sowie Planungsbüros, die nachhaltige Lösungen für urbane Wassersysteme realisieren müssen. Für Planer:innen und Ingenieur:innen bedeutet das eine fundierte Hilfestellung bei der täglichen Arbeit an der Schnittstelle von Klimaanpassung und Gebäudetechnik.
Ganzheitlicher Wandel in der Wasserbilanz
Während in der Vergangenheit primär das Nutzen und Versickern von Niederschlagswasser im Vordergrund standen, erfordert der veränderte natürliche Wasserkreislauf heute einen weitaus komplexeren Ansatz. Fachbuchautor und Branchenexperte Klaus W. König pointiert diese Entwicklung deutlich und bündelt in dem Werk zwölf aktuell diskutierte Fachthemen. Das Spektrum der Fachbeiträge erstreckt sich mittlerweile über das Rückhalten und Behandeln bis hin zur gezielten Verdunstung von Regenwasser. Diese Aspekte sind längst in der öffentlichen und fachlichen Diskussion angekommen, da sie das lokale Stadtklima sowie die Wasserbilanz in urbanen Räumen maßgeblich beeinflussen.
Erweitertes Expertisenetzwerk der DACH-Region
Für die inhaltliche Tiefe der Neuauflage zeichnen hochkarätige Fachleute verantwortlich, die spezifische Details und anerkannte Regeln der Technik einbringen. Vier der insgesamt zwölf Gastautor:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind neu im Team, während die verbleibenden acht Expert:innen ihre Beiträge umfassend aktualisiert haben. Das praxisorientierte Fachbuch liefert fundierte Einblicke in empfehlenswerte Verfahren sowie Prüfmethoden der Umwelttechnik. Für Bauträger:innen und Facility Manager:innen liefert der Ratgeber damit ein verlässliches Fundament, um zukunftssichere Infrastrukturen zu planen und die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung ökonomisch wie ökologisch zu optimieren.