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Luft, Licht & Effizienz fehlen

Nicht nur das Klima leidet, auch das Innenraumklima gibt Anlass zur Sorge: Ein Viertel der Europäer:innen lebt mit schlechter Raumluftqualität, so das Healthy Buildings Barometer 2024 des Forschungsinstituts BPIE (Building Performance Institute Europe).

In Europa wohnen ein Viertel der Menschen in Gebäuden mit schlechtem Raumklima, zudem haben 30 Millionen Menschen in ihren Wohnräumen zu wenig Tageslicht – das zeigt das Healthy Buildings Barometer 2024 des Forschungsinstituts BPIE (Building Performance Institute Europe). Bereits das Velux Healthy Homes Barometer 2022 ergab, dass 163 Millionen Europäer:innen in Wohnungen und Häusern mit ungesundem Raumklima leben. In Österreich ist fast jede dritte Person (29 %) von zu hoher Feuchtigkeit, Schimmel, Mangel an Tageslicht, übermäßigem Lärm oder Kälte betroffen.

Ernstzunehmende Ergebnisse

Im Zuge des Healthy Buildings Barometers betonen BPIE und Velux die Dringlichkeit, gesunde Gebäude in den politischen Fokus zu rücken, und formulieren Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft. Ziel ist es, Gebäude für alle Menschen zu fördern, die sich positiv auf Gesundheit, Umwelt und Klimaschutz auswirken. Denn schlechte Raumluftqualität, unzureichende Dämmung und mangelnde Anpassung an extreme Temperaturen können zu ernstzunehmenden Gesundheitsproblemen führen, die beispielsweise durch Schimmelbildung ausgelöst werden können. Während schlecht gedämmte Gebäude im Sommer zu unangenehmer Hitze führen, haben sie im Winter erhöhte Wärmeverluste zu Folge, wodurch ein erhöhter Heizaufwand entsteht und damit die Energiekosten steigen.

„Gesunde Gebäude sind so konzipiert, dass sie sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Bewohner:innen auswirken, sowohl psychisch als auch physisch. Wir verbringen etwa 90 Prozent unseres Lebens in Innenräumen und sind damit eine wahre ‚Indoor Generation‘. Es ist an der Zeit, dass wir bei der Gebäudeplanung einen größeren Fokus auf unsere Gesundheit legen“, betont Bernhard Hirschmüller, Geschäftsführer Velux Österreich. Schlechtes Innenraumklima könne Gesundheitsrisiken wie Atemwegs- oder Herzkreislauferkrankungen, Hautprobleme, Kopfschmerzen, Allergien oder Depressionen hervorrufen. Aber auch Schlafstörungen oder Konzentrationsschwächen können Auswirkungen von ungesundem Raumklima und zu wenig Frischluftzufuhr sein.

Sanierung als Lösung

„Wir merken verstärkt, dass viele Gebäude einfach nicht mehr den gesundheitlichen Standards entsprechen. Schutz vor Schimmelbildung, Wärmekomfort, verbesserte Atemgesundheit und gutes Raumklima – das sind alles Dinge, die durch gesundheitsfördernde Renovierungen verbessert werden könnten. Durch Investitionen in die Sanierung des Gebäudebestands hat die Politik nicht nur die Möglichkeit, in die Gesundheit der Menschen zu investieren, sondern auch in die Wirtschaft“, erklärt Hirschmüller.

Energieeffizienz inklusive

Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt nachhaltiger Sanierungsmaßnahmen seien damit verbundene Kosteneinsparungen in der Zukunft: Durch effizientere Wärmedämmung könne bei Gebäuden der Energieaufwand um 44 % reduziert werden. Bei Wohngebäuden könnten damit jährlich bis zu 400 Euro durch Modernisierung eingespart werden. Investitionen in eine gesundheitsfördernde Renovierung zahlen sich gleich doppelt aus: Durchschnittlich können 20 % der Aufwendungen für gesundheitsfördernde Renovierungen durch reduzierte Kosten für psychische Gesundheit wieder reingeholt werden. Durch die positive Wirkung auf die allgemeine Gesundheit bringen sie zudem einen Return on Investment von 75 %.

Über das Healthy Buildings Barometer 2024

Das Healthy Buildings Barometer wurde von BPIE (Buildings Performance Institute Europe) durchgeführt. Die Studie gibt anhand von fünf Dimensionen einen Leitfaden, der die ganzheitliche Betrachtung von Bau- und Sanierungsvorhaben während der Planung und Prüfung gewährleistet und so die Realisierung gesunder Gebäude ermöglicht.

Die vollständige Studie zum Download finden Sie hier

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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 12. September 2024 - zuletzt bearbeitet am 27. Februar 2026


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AutorRedaktion
Tags
facility management
Energieeffizienz
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Forschung

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