Lüftungsriese wird amerikanisch
Die Gesellschafterfamilien verkaufen den Ventilatorenhersteller ebm-Papst bei einer Unternehmensbewertung von 5,1 Milliarden Euro
Der Zusammenschluss bündelt komplementäre regionale und technologische Stärken: Während Madison Air den Großteil seines Geschäfts im Heimatmarkt USA abwickelt, öffnet ebm-Papst dem Konzern Zugänge zu den Märkten in Europa und Asien. Umgekehrt erhält ebm-Papst Zugang zum US-Kapitalmarkt und profitiert von der Präsenz des US-Partners bei Infrastrukturlösungen für Rechenzentren sowie Kältetechnik für KI-Anwendungen. Laut Unternehmensangaben bleiben bestehende arbeitsrechtliche Verpflichtungen, Betriebsvereinbarungen und tarifliche Regelungen für die weltweit mehr als 13.000 Beschäftigten unverändert bestehen.
Die Transaktion verbindet die europäische Ingenieurskompetenz bei Strömungs- und Antriebstechnik mit der US-Marktpräsenz im wachstumsstarken Segment der Kühlung für Rechenzentren und KI-Infrastruktur.
Madison Air plant nach eigener Aussage zusätzliche Investitionen am Hauptsitz Mulfingen, um die Kapazitäten für die steigende weltweite Kältenachfrage auszubauen. Die Gesellschafterfamilien sowie das Management beider Unternehmen betonen die langfristige Ausrichtung der Partnerschaft und die Beibehaltung der bisherigen Unternehmenskultur.
Weitere Artikel

