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KI trifft auf Wärmepumpen

Panasonic und tado erweitern die Aquarea-Wärmepumpensteuerung um KI-Funktionen für mehr Effizienz.

In der Praxis liefen Wärmepumpen bislang standardmäßig mit einer festen Vorlauftemperatur – unbesehen dessen, ob im gesamten Gebäude oder lediglich in einzelnen Räumen Wärmebedarf anstand. Mit dem erweiterten Steuerungssystem Aquarea Sync, einer Gemeinschaftsentwicklung von Panasonic und tado°, lässt sich die Vorlauftemperatur nun dynamisch an das tatsächliche Anforderungsprofil aller Raumthermostate anpassen. Bei geringem Wärmebedarf senkt das System über den Wärmepumpen-Optimierer X die Vorlauftemperatur um bis zu 5 °C ab. Eine Reduktion der Vorlauftemperatur um lediglich 1 °C steigert den COP der Anlage und reduziert den Energieverbrauch um etwa 2 Prozent, während durch die bedarfsgerechte Gesamtanpassung Einsparungen von bis zu 10 Prozent erreichbar sind.

Kompressorschonung und KI-basierte Systemdiagnose

Erhöht sich der Wärmebedarf punktuell in einzelnen Zonen, hebt das System die Vorlauftemperatur gezielt um maximal 2 °C an, während smarte Heizkörperthermostate in den restlichen Räumen die Ventile drosseln. Liegt im gesamten Gebäude kaum noch Wärmebedarf vor, schaltet die Wärmepumpe nach 30 Minuten automatisch in den Standby-Modus, statt im thermischen Leerlauf weiterzulaufen. Dies minimiert unnötige Betriebszeiten und entlastet den Verdichter nachhaltig. Ergänzend analysieren KI-gestützte Algorithmen die thermischen Reaktionszeiten der Räume, erkennen offenstehende Fenster und signalisieren über automatische Warnmeldungen frühe Abweichungen im Systembetrieb.
 
Total Cost of Ownership im Fokus der Anlagenplanung
 
Über die primäre Energieeinsparung hinaus rückt die Senkung der laufenden Gesamtbetriebskosten (TCO) zunehmend in den Mittelpunkt der Fachplanung. Über Schnittstellen lässt sich die Steuerung an dynamische Stromtarife anbinden, sodass die Ladung des thermischen Speichers bevorzugt in kostengünstige Stromstunden oder bei hoher Photovoltaik-Einspeisung verlegt wird. Hierbei bezieht das System lokale PV-Prognosen sowie die thermische Speicherkapazität der Gebäudestruktur in die Berechnungen ein. Der Hardware-Anschluss des Steuerungssystems erfolgt direkt über den CN-CNT-Steckplatz auf der Hauptleiterplatte der Aquarea-Wärmepumpe und kommuniziert von dort aus drahtlos mit den einzelnen Thermostaten und Sensorsystemen.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 24. August 2026 - zuletzt bearbeitet am 24. August 2026


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AutorRedaktion
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