Installationen deutlich reduziert
Engie hat alle Großbaustellen stillgelegt, die Ortner-Gruppe entscheidet individuell mit Bauherrn, ob montiert und installiert wird, oder nicht.
Ist der Anlagenbau noch erlaubt? Wird noch installiert? Das sind Fragen, die sich derzeit viele Zeitgenossen stellen. Building Times hat bei den zwei großen Playern Engie und Ortner nachgefragt:
Ortner-Gruppe – Entscheidung von Fall zu Fall
„Die Abwicklung der Baustellen wurde von der Regierung weder für den Baubetrieb noch für die Zulieferer eingeschränkt. Wir entscheiden derzeit individuell mit dem jeweiligen Bauherrn gemeinsam, wo eine Baustelle unter der Gewährleistung der Sicherheitsauflagen weitergeführt werden kann und dies auch zwingend erforderlich ist“, erklärt dazu Iris Ortner, Geschäftsführerin der IGO-Ortner Gruppe. Sie kann derzeit auch keine Prognose zu den Auswirkungen auf die Beschäftigten abgeben. „Eine Prognose zur Größenordnung der Kündigungen oder Kurzarbeitsanträge ist zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh. Umso drängender ist jetzt eine einheitliche Regelung der Bundesregierung“, erklärt Ortner exklusiv für Building Times.
Engie – keine Großbaustelle mehr
Auf eine politische Lösung hofft auch Jörg Heissenberger, der als Chef der Engie Austria GmbH derzeit als Sprecher nach Außen fungiert. Sein Unternehmen hat den Betrieb erheblich reduziert, deutlich mehr als die Hälfte der Belegschaft installiert derzeit nicht. „Der Schutz unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner geht vor, überall dort, wo der 1-Meter-Abstand nicht gewährleitet ist, wird nicht gearbeitet“, so Heissenberger.
Alle Großbaustellen sind damit Tabu. Engie hat bislang keine Mitarbeiter beim AMS angemeldet. „Wir versuchen die Krise partnerschaftlich mit unseren Mitarbeitern zu bewältigen, vorerst werden Resturlaube und ähnliches aufgebraucht, so der Engie-Manager. Natürlich stehe jedoch eine Engie-Servicemannschaft für kritische Infrastruktur, wie Krankenhäuser, Rechenzentren und den Lebensmittelhandel bereit.
Was die Folgen der nunmehrigen Situation betrifft, hofft Heissenberger auf einen partnerschaftlichen Umgang. „Die rechtlichen Konsequenzen sind im Moment nicht absehbar, wir gehen jedoch davon aus, dass die Corona-Krise als höhere Gewalt eingestuft wird. Heissenberger erwartet sich dazu ein klares Statement der Regierung.
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