Hella fordert Hitzeschutz-Standards für Neubau und Sanierung
Außenliegende Systeme sollen das Aufheizen von Gebäuden verhindern und die Gesundheit schützen
Hella warnt vor den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen überhitzter Innenräume. Durch die steigende Zahl an Hitzetagen heizen sich Wohnungen, Büros und öffentliche Einrichtungen im Sommer oft auf über 30 Grad Celsius auf. Das Unternehmen fordert daher, den sommerlichen Hitzeschutz in Bauvorschriften und Förderprogramme aufzunehmen.
Bislang wird der Schutz vor Hitze beim Bauen und Sanieren meist als reines Komfortmerkmal behandelt, während Vorgaben für die winterliche Wärmeversorgung längst gesetzlich verankert sind. Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der Hella Gruppe, sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Er betont, dass Hitzeschutz eine Frage von Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit sei, weshalb Bund, Länder und Gemeinden öffentliche Gebäude rasch anpassen müssten.
Die wirksamste Methode zur Temperaturregulierung ist laut dem Unternehmen ein außenliegender Sonnenschutz wie Rollläden oder Raffstores. Diese Systeme stoppen die Sonnenenergie vor der Glasscheibe und können die Raumtemperatur um bis zu zehn Grad senken. Die Investitionskosten dafür machen durchschnittlich lediglich ein bis drei Prozent der gesamten Baukosten aus.
Zudem lassen sich die Systeme meist unkompliziert nachrüsten, was den Bedarf an energieintensiven Klimaanlagen nachhaltig reduziert. Das Osttiroler Unternehmen Hella gehört zu den führenden europäischen Anbietern von Sonnen- und Wetterschutzlösungen. Die Gruppe beschäftigt weltweit 1.050 Mitarbeitende und erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von 173 Millionen Euro.
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