Happel-Stadion unter Strom
Die Stadt Wien stellt die Energieversorgung im Ernst-Happel-Stadion auf neue Beine. Ab 2024 wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage errichtet, mit der der Stromverbrauch des Stadions ganzjährig abgedeckt werden kann.
Das Happel-Oval wird dadurch laut Stadt Wien zum ersten energieautarken Stadion Europas. Geprüft wird aktuell auch die Möglichkeit einer zusätzlichen mobilen Überdachung. Zu möglichen weiteren Investitionen ins Stadion wird in Partizipationsprozess mit den Nutzer:innen gestartet.
Als Grundlage für weitere Investitionen in das Stadion wurde von Sportstadtrat Peter Hacker im Frühjahr 2023 eine eingehende Substanzanalyse beauftragt. Laut Zwischenergebnis können das denkmalgeschützte Dach und die Konstruktion bis zum Fundament zumindest bis Mitte der 2060er Jahre genutzt werden. „Die bautechnische Analyse der restlichen Gebäudeteile schreitet gut voran und wird rund um den Jahreswechsel vorliegen“, erklärte Hacker am Freitag in einer Pressekonferenz. „Parallel dazu starten wir den Partizipationsprozess, bei dem die Nutzer:innen des Stadions ihre vielfältigen Wünsche und Interessen äußern können. Danach werden sie auf ihre technische Machbarkeit hin überprüft und die Kosten bewertet.“
PV, Erdsonden und größere Trainingsplätze
Die geplante PV-Anlage im Happel-Stadion wird eine der größten Aufdachanlagen Wiens. „Wir werden damit einen Jahresertrag von 4.377 MWh erzielen – um ca. 800 MWh mehr als die derzeit benötigte Energiemenge im Stadion. Die überschüssige Energie wird nebenan im Stadionbad verwendet“, sagte Sandra Hofmann, Geschäftsführerin der Wiener Sportstätten Betriebsgesellschaft. Heizung und Warmwasser werden künftig aus Erdsonden und Erdkollektoren sowie aus dem Grundwasser gespeist.
Durch die Baumaßnahmen für die neue Energiegewinnung bietet sich zudem die Möglichkeit, die Plätze am Trainingsgelände in Richtung Stadion zu erweitern. Aktuell verfügt kein Platz über die internationalen Maße von 105 x 68 Metern, künftig werden sechs Plätze (4 Naturrasen und 2 Kunstrasen) dieser Größe zur Verfügung stehen. Begleitend werden am Trainingsgelände neue LED-Flutlichtanlagen errichtet und die Lichtstärke auf 250 Lux angehoben.
Zweite Etappe der Sportstättenoffensive
Im Rahmen des Sportstättenentwicklungsplans „Sport.Wien.2030“ hat die Stadt in den vergangenen Jahren 150 Mio. Euro in die Verbesserungen ihrer Sportstätten investiert. Das aktuelle Vorhaben im Happel-Stadion markiert den Auftakt für die nächste Etappe des Investitionsprogramms. Anatol Richter, Leiter der MA 51 – Sport Wien, ging auf weitere Sportstättenprojekte ein, die bis 2026 umgesetzt werden sollen – darunter die Sanierung der Rundhallen in Favoriten und am Rennbahnweg sowie über 30 weitere Bauprojekte auf den Vereinssportanlagen der Stadt. „Die abgeschlossenen, laufenden und künftigen Projekte unseres Sportstättenentwicklungsplans haben eines gemeinsam: Überall legen wir besonderes Augenmerk auf Klimafreundlichkeit und höchste Energiestandards“, so Richter.
Registrieren. Weiterlesen. Vorteile genießen.
Egal ob Sie exklusive Artikel, ein Unternehmensprofil anlegen oder Applikationen wie unser interaktives Firmenbuch nutzen wollen. Wir haben garantiert das richtige Abo-Paket für Ihre Zwecke parat.
Ihre Vorteile
- Erstellen eines ausführlichen Personenprofils
- Testweise 3 buildingTIMES Magazin Printausgaben
- Lesezeichen für Artikel, Jobs und Events
- Erstellen von Pressemitteilungen, Events und Jobs
- Erstellen eines ausführlichen Firmenprofils
- Schalten Sie über unsere Abonnements weitere Funktionen frei und erhalten Sie den vollen Zugang zu allen Artikeln!
Pro Abo
120,- € / Jahr exkl. MwSt.
Unlimitierter Zugang zu allen Leistungen inkl. 5 Personen Abos
Vorteile entdeckenPremium Abo
1.200,- € / Jahr exkl. MwSt.
Erstellen Sie Ihr ausführliches Personenprofil, Zugang zum digitalen buildingTIMES Magazin
Vorteile entdeckenWeitere Artikel

