Gebäudereinigung: Preisgetriebenes Umsatzwachstum
Am österreichischen Markt für Gebäudereinigung wurden im Jahr 2024 abermals weniger Arbeitsstunden verrechnet als im Jahr davor. Einbußen gab es insbesondere bei Industriekunden, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com.
Der Markt für Gebäudereinigung wuchs im Vorjahr das zweite Jahr in Folge nur erlösseitig. Laut aktuellem Branchenradar Gebäudereinigung in Österreich sank die Anzahl der verrechneten Arbeitsstunden im Vergleich zu 2023 moderat um 0,5 Prozent. Der Rückgang ließ sich zur Gänze bei Industriekunden sowie in den Reinigungsarten Grundreinigung und Technische Reinigung verorten. Da der durchschnittliche Stundensatz jedoch um nahezu sechs Prozent wuchs, erhöht sich der Marktumsatz um 5,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt knapp 1,88 Milliarden Euro.
„Infolge der fehlenden Wachstumsimpulse nahmen die Verteilungskämpfe zwischen den Anbietern zu und wurden einzig von den mancherorts limitierten Personalkapazitäten beschränkt“, bringt Studienautor Andreas Kreutzer die Wettbewerbslage auf den Punkt. Dabei ging es nicht nur darum, die Anzahl der Reinigungskräfte fallweise aufzustocken, sondern in erster Linie die hohe Personalfluktuation zu kompensieren. Darüber hinaus nahm der Schulungsaufwand deutlich zu, weil die Qualifikationen der verfügbaren Arbeitskräfte tendenziell schlechter werden, die Sprachbarrieren dafür größer.
Zudem war im Jahr 2024 eine generell erkennbare Bewegung in der Kundenlandschaft festzustellen. Durch die Preiserhöhungen der letzten Jahre sahen sich mehr Kunden als in den Jahren davor veranlasst, die bestehenden Konditionen mit Gegenofferten zu vergleichen.
Anbieterwechsel nehmen zu
Den wohl stärksten (Preis-)Wettbewerb gab es – nach Ansicht der Anbieter – bei Ausschreibungen der BBG. Von manchen wird der durch die Bundesbeschaffungsgesellschaft ausgelöste Preiswettbewerb als „ruinös“ bezeichnet, zumal offenbar auch Zuschläge erteilt werden, wenn die Stundensätze unter den Gestehungskosten liegen. Weniger finanziell herausfordernd werden Ausschreibungen auf kommunaler oder institutioneller Ebene beschrieben, nicht zuletzt weil vielerorts Qualitätskriterien, wie bspw. Nachhaltigkeitskonzepten, Entlohnung, Personaleinsatzplänen oder Personalschulungen eine vergleichsweise höhere Relevanz beigemessen wird. In einigen dieser Ausschreibungen flossen Qualitätskriterien mit bis zu 50 Prozent in die Bewertung der Angebote ein.
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