Digitalisierung, Lebenszyklus und Finanzen
Die digitale Transformation der Bauwirtschaft ist in vollem Gange. Darüber wurde auch auf Einladung der Deutschen Handelskammer im Haus der Ingenieure diskutiert.
Bringt die Digitalisierung einen Mehrwert im Lebenszyklus von Gebäuden? Dieser Frage haben sich Christoph Eichler (Flughafen Wien), Andreas Kipar (Land Germany GmbH), Ewald Kiss (Value One) und Michael Lackner (Dr. Sasse Facility Management) gewidmet. Kurz zusammengefasst: Das Podium zeigte Einigkeit, dass die fortschreitende Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft genutzt werden kann und auch muss. "Das Anlagenweise Monitoring sorgt dafür, dass man schnell Probleme finden kann", brachte Christoph Eichler ein Beispiel. Denn läuft in der Haustechnik etwas schief bzw. verbraucht ein Gebäude plötzlich viel Energie, sei es wichtig, das möglichst früh herauszufinden - und Fehler zu beheben und damit auch Geld zu sparen. Er plädiert außerdem dafür, dass in Zukunft mehr auf Betriebskosten als auf Baukosten geachtet wird - nur dafür müsse die Politik geeignete Voraussetzungen schaffen.
Bauen auf Hypothek der Natur
Einen wichtigen Faktor brachte Andreas Kipar, der ursprünglich aus der Landschaftsarchitektur kommt und sich jetzt mit Städtebau auseinandersetzt, ins Gespräch: Auch Nachhaltigkeit muss dynamisch messbar sein. Besonders für die Bauwirtschaft, in der immer verbreiteter mit BIM gearbeitet wird. Er spricht von LIM, denn es sei ja möglich Beschattungswerte zu berechnen oder auf die Bodendichte zu achten. "Man kann sozusagen auf Hypothek bauen, weil man weiß wie viel Schatten bestimmte Bäume einmal geben werden", so Kipar.
Ebenfalls positiv sieht Ewald Kiss die fortschreitende Digitalisierung. Value One baut aktuell eine eigene Digital Unit auf, außerdem ist das Unternehmen von Anfang an Partner bei Madaster Österreich. "Auch für die Finanzwelt ist es wichtig, dass wir den Materialwert von Häusern nachweisen können", so Kiss. Im Viertel Zwei, das nicht nur von Value One gebaut wurde sondern auch verwaltet wird setzt man voll auf die digitalen Möglichkeiten - angefangen bei der Steuerung der Haustechnik bis zur Infos an die dort Wohnenden und Arbeitenden.
Michael Lackner schätzt auch im Facility Management noch viele Möglichkeiten zur Digitalisierung, besonders in der Robotik. Auch in der Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Kunden und den Nutzern der Liegenschaften sieht Lackner große Chancen.
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