Deutscher Bau verschläft Digitalisierung
Neue Studie zeigt, dass jedes zweite Unternehmen keine Notwendigkeit für Investition sieht.
Die fast 330.000 deutschen Baufirmen hinken in Sachen Digitalisierung im Vergleich zu anderen Branchen international hinterher. Bislang investiert der Zweig mit rund zwei Millionen Beschäftigten nicht nur weniger, sondern beschränkt sich dann oft auch nur auf den Einsatz digitaler Lösungen wie der E-Rechnungsstellung oder CAD-Anwendungen. Bauspezifische Technologien wie 3D-Scanner oder Virtuelle Realität werden selten genutzt (2,8 beziehungsweise 7,5 Prozent). Das zeigt eine neue Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
Teuer und aufwendig
"Insbesondere kleine Betriebe, die im Baugewerbe besonders zahlreich zu finden sind, können nicht die Zeit aufwenden, sich mit der Digitalisierung zu befassen. Dabei wäre es wichtig, sich auf konjunkturell weniger gute Zeiten vorzubereiten und gerade die Digitalisierung kann dazu beitragen", kommentiert Irene Bertschek, Projektleiterin und Leitung des ZEW-Forschungsbereichs "Digitale Ökonomie" die Ergebnisse.
Als zentrale Hemmnisse für die erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungsprojekten gelten laut der ZEW-Befragung der zu hohe finanzielle (62,4 Prozent) und zeitliche (61,5 Prozent) Aufwand. Als hinderlich sieht die Mehrzahl der Unternehmen weiterhin zu strikte Datenschutzregeln (57,5 Prozent), den unzureichenden Breitbandausbau (55,6 Prozent) und fehlende Standards und Schnittstellen (54,9 Prozent). Besonders frappierend: 52,1 Prozent sehen schlichtweg keine Notwendigkeit für Digitalisierungsprojekte.
Potenziale schlummern
Die Baubranche hat dennoch die Potenziale der Digitalisierung für Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsfähigkeit oder Arbeitsproduktivität laut den Experten erkannt. Deutlich mehr Unternehmen würden künftig positive Auswirkungen der Digitalisierung erwarten. 57,5 Prozent gehen von positiven Digitalisierungsauswirkungen auf deren Wettbewerbsfähigkeit in drei Jahren aus, während das zum heutigen Zeitpunkt nur 49,3 Prozent der Unternehmen tun.
Die ZEW-Untersuchung Studie "Zukunft Bau - Beitrag der Digitalisierung zur Produktivität in der Baubranche" ist hier als PDF abrufbar.
Registrieren. Weiterlesen. Vorteile genießen.
Egal ob Sie exklusive Artikel, ein Unternehmensprofil anlegen oder Applikationen wie unser interaktives Firmenbuch nutzen wollen. Wir haben garantiert das richtige Abo-Paket für Ihre Zwecke parat.
Ihre Vorteile
- Erstellen eines ausführlichen Personenprofils
- Testweise 3 buildingTIMES Magazin Printausgaben
- Lesezeichen für Artikel, Jobs und Events
- Erstellen von Pressemitteilungen, Events und Jobs
- Erstellen eines ausführlichen Firmenprofils
- Schalten Sie über unsere Abonnements weitere Funktionen frei und erhalten Sie den vollen Zugang zu allen Artikeln!
Pro Abo
120,- € / Jahr exkl. MwSt.
Unlimitierter Zugang zu allen Leistungen inkl. 5 Personen Abos
Vorteile entdeckenPremium Abo
1.200,- € / Jahr exkl. MwSt.
Erstellen Sie Ihr ausführliches Personenprofil, Zugang zum digitalen buildingTIMES Magazin
Vorteile entdeckenWeitere Artikel

