Chemiehersteller eröffnet Kompetenzzentrum
Murexin investierte in Prüftechnik und Praxisräume für die Produktentwicklung.
Der Bauchemiespezialist Murexin hat sein Kompetenzzentrum für Forschung und Qualitätssicherung in Wiener Neustadt umfassend modernisiert. In den vergangenen 18 Monaten flossen rund 350.000 Euro in neue Prüf- und Messgeräte, eine Prozesslüftung für normierte Prüfbedingungen sowie die Erweiterung der Labor- und Praxisräume. Rund 25 Beschäftigte entwickeln am Hauptsitz neue Produkte, optimieren Rezepturen und erarbeiten Kriterien für die Qualitätskontrolle.
Das Zentrum koordiniert die Forschungsaktivitäten der internationalen Gruppe, zu der weitere Labore in Deutschland, Slowenien und Ungarn gehören. Geschäftsführer Rainer Pascher betont, dass moderne Prüftechnik und definierte Verfahren die Voraussetzungen schaffen, um künftige Anforderungen zuverlässig zu erfüllen. Zu den Neuanschaffungen zählen eine Universalprüfmaschine für Belastungstests verschiedener Materialien sowie ein Ultraschallmesssystem zur zerstörungsfreien Analyse von Festigkeitsentwicklungen.
Eine Anlage für beschleunigte Bewitterung ermöglicht zudem Untersuchungen unter UV-Strahlung, Wärme und Feuchtigkeit. Die neue Prozesslüftung stellt dabei ein konstantes Normklima von 23 Grad Celsius und 50 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit sicher. Durch zusätzliche Praxisräume sollen die Laborergebnisse enger mit den Bedingungen auf der Baustelle verzahnt werden.
Laut Entwicklungsleiter Sebastian Lumetzberger ist die Verbindung messbarer Laborwerte mit praktischen Erfahrungen entscheidend für die Funktionsfähigkeit der Produkte. Gleichzeitig baut das Unternehmen den internationalen Austausch über eine zentrale Rezeptur- und Rohstoffdatenbank weiter aus.
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