Beton-Riesenrad siegt bei Betonkanuregatta
Studierende aus Wien überzeugen in Deutschland mit einer schwimmenden 3D-Druck-Konstruktion.
Das Vienna Canucrete Team der Hochschule Campus Wien hat bei der 20. Deutschen Betonkanuregatta in Brandenburg an der Havel den ersten Platz in der Kategorie Offene Klasse belegt. Bei ihrer ersten Teilnahme setzte sich die Mannschaft mit dem Wettbewerbsbeitrag Wiener Riesenrad gegen die europäische Konkurrenz durch.
Das schwimmende Exponat kombinierte eine detaillierte Nachbildung des Wiener Wahrzeichens mit moderner 3 D-Betondrucktechnologie. Die Konstruktion wog insgesamt rund 480 Kilogramm und basierte auf zwei Betonschwimmkörpern, einer Holzplattform und dem Riesenrad selbst. Das Rad hatte einen Durchmesser von 2,45 Metern und ein Eigengewicht von rund 130 Kilogramm.
Die äußeren Ringe wurden aus stahlbewehrten 3 D-Betondruckelementen gefertigt. Eine besondere ingenieurtechnische Herausforderung lag im gleichmäßigen Spannen der Speichen, um Risse im Beton unter den Zugkräften zu vermeiden. Neben der offenen Klasse präsentierte die Hochschule das Rennkanu Litzen Flitzer.
Dieses wurde mit einer für den Wettbewerb neuartigen Vorspanntechnik mittels Basaltlitzen gefertigt. Diese Methode aus dem klassischen Ingenieurbau minimiert Risse beim Aushärten und erhöht die Belastbarkeit auf dem Wasser. Das Kanu wurde dafür mit einer Zuglast von 800 Newton vorgespannt. Wissenschaftlich begleitet wurde die Entwicklungsarbeit vom Forschungszentrum Bauen und Gestalten der Hochschule. Rektor Heimo Sandtner betonte, der erste Platz zeige eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Kreativität, technische Exzellenz und Teamgeist zusammenkommen.
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