Bestand als Business Case: 16. Kongress der IG Lebenszyklus Bau
Experten zeigen im November, wie sich Bestandsgebäude wirtschaftlich transformieren lassen.
Der Primat des Neubaus verliert in der Bau- und Immobilienwirtschaft angesichts hoher Baukosten, strengerer ESG-Kriterien, verschärfter Regularien und geänderter Zinslandschaften drastisch an Bedeutung. Die Transformation des Gebäudebestands rückt stattdessen in den Fokus tragfähiger Unternehmensstrategien. Am 3. November 2026 widmet sich der 16. Kongress der IG Lebenszyklus Bau an der Hochschule Campus Wien unter dem Motto „Der Bestand als Business Case“ der Frage, wie Bestandsprojekte ökonomisch darstellbar, finanzierbar und wettbewerbsfähig umgesetzt werden können.
Die Veranstaltung versammelt Vertreter aus Projektentwicklung, Finanzwirtschaft, Architektur, Fachplanung, Bauausführung sowie der öffentlichen Hand. Ziel ist der Austausch über konkrete Kennzahlen, zirkuläre Geschäftsmodelle und innovative Finanzierungsansätze. Neben Impulsen zur Transformation durch Akteure wie die Greyfield Group, Erste Group, ÖBB-Infrastruktur, UniCredit Bank Austria und Digital Findet Stadt stehen auch vergütbare Leistungsbilder für Sanierung und Umbau sowie rechtliche Fragestellungen bei der Wiederverwendung von Baustoffen auf der Agenda.
Die wirtschaftliche Skalierung der Bestandsentwicklung erfordert den Abschied von isolierten Fachplanungen hin zu ganzheitlichen Lebenszyklusmodellen, die Erhalt, zirkuläre Materialströme und ESG-Compliance von Beginn an integrieren.
Veranstaltet wird der Kongress in Kooperation mit der Hochschule Campus Wien, Bauen im Bestand sowie VÖPE Next. Ergänzt wird das Programm durch eine interaktive KI-Keynote von Wonderwerk, Präsentationen zirkulärer Bestandsansätze durch Studierende sowie praxisnahe Vertiefungs-Labs. Die Anmeldung ist ab sofort möglich; bis zum 31. August 2026 gilt ein Frühbuchertarif für die Fachtagung in Wien.
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