Bauwirtschaft connectet
Rund 100 Branchenentscheider tauschten sich auf Einladung von Wienerberger über Zukunftsfragen aus.
Die Bauwirtschaft steht vor anhaltendem Marktdruck und strukturellen Herausforderungen. Um tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln, versammelte wienerberger am 15. und 16. Oktober rund 100 Führungskräfte im Linsberg Asia. Das zweitägige Treffen wienerberger Connect diente als branchenübergreifende Dialogplattform für zentrale Entscheidungsträger. Im Fokus standen strategische Weichenstellungen, der persönliche Erfahrungsaustausch und konkrete Impulse für die künftige Marktentwicklung.
Kontroverse Debatte um Rahmenbedingungen
Die zentrale Podiumsdiskussion widmete sich der Frage, wer das Baugeschehen aktuell bremst und welche Instanzen als Ermöglicher fungieren können. Auf dem Podium analysierten Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz, Ricardo-José Vybiral, CEO des KSV 1870, Oliver Picek, Chefökonom des Momentum-Instituts, und Markus Blumauer, Commercial Director bei wienerberger Österreich, die vielschichtige Lage. Die Debatte verdeutlichte, wie eng finanzielle, arbeitsmarktpolitische und regulatorische Hürden miteinander verknüpft sind. Ein nachhaltiger Aufschwung erfordert daher einen koordinierten Dialog zwischen Bauindustrie, Politik und Finanzsektor.
Systemische Lösungen für die Infrastruktur
Neben makroökonomischen Fragestellungen präsentierten wienerberger und Pipelife zukunftsfähige Konzepte für die Bau- und Infrastrukturbranche. Dabei rückten die Veranstalter ganzheitliche Systemlösungen in den Vordergrund, die Bauprozesse optimieren und Effizienzreserven heben. Führende Branchenvertreter – darunter Führungskräfte von Sochor, C. Bergmann, Lieb Bau, AustroDach sowie Dach und Wand – nutzten den Rahmen für vertiefende Fachgespräche. Der intensive Austausch abseits der Vorträge unterstrich den Bedarf an belastbaren Schnittstellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Führung und Entscheidungssicherheit unter Druck
Neue Impulse lieferten die Keynotes der Autorin Nena Brockhaus sowie des Schweizer Unternehmers Urs Meier. Brockhaus thematisierte den demografischen Wandel und das Zusammenspiel unterschiedlicher Generationen im Arbeitsalltag. Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Meier referierte über fundierte Entscheidungsprozesse unter hohem Handlungsdruck.
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