Baukonzern mit Ertragsplus
Volle Orderbücher und Effizienzsteigerungen sichern dem Baukonzern Porr ein klares Ertragsplus.
Ein hoher Auftragsbestand von 9.839 Mio. Euro sichert dem Baukonzern Porr eine solide Auslastung für die kommenden eineinhalb Jahre. Trotz wetterbedingter Verzögerungen im Hochbau zu Jahresbeginn wuchs das Periodenergebnis im ersten Halbjahr 2026 um 23,9 Prozent auf 36,4 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis legte um 15,6 Prozent auf 56,3 Mio. Euro zu, während das Vorsteuerergebnis um 26,8 Prozent auf 49,2 Mio.
Euro kletterte. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem Effizienzsteigerungen und gesenkte Materialaufwendungen. Die Produktionsleistung blieb mit 3.167 Mio. Euro stabil auf Vorjahresniveau, während der Tiefbau die witterungsbedingten Rückstände des Hochbaus kompensieren konnte. Zu den wesentlichen Neuaufträgen zählten ein 13 Kilometer langer Abschnitt der Westumfahrung von Stettin in Polen sowie der Bau einer Chipfabrik am Standort Erfurt für das Projekt Fab4 Micro. In Österreich sicherte sich der Konzern Aufträge wie den Neubau der Psychiatrie an der Klinik Favoriten.
Der Auftragseingang belief sich auf 3.466 Mio. Euro, wobei sich zum Stichtag weitere Großprojekte in der finalen Vergabephase befanden. Dazu zählt unter anderem ein Rahmenvertrag mit der deutschen Bundeswehr über 270 Mio. Euro. Die Bilanzsumme stieg zum 30. Juni 2026 auf 4.725,8 Mio. Euro. Das Eigenkapital legte trotz höherer Dividendenausschüttung auf 946 Mio. Euro zu, was einer Eigenkapitalquote von 20,0 Prozent entspricht.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Vorstand ein Wachstum bei Leistung und Umsatz zwischen 2 und 4 Prozent. Die EBIT-Marge soll zwischen 3,2 Prozent und 3,3 Prozent liegen. Wachstumsimpulse erwartet das Unternehmen vor allem aus Investitionen in die Energieinfrastruktur, den Bahnbau und Spezialbereiche wie Rechenzentren und den Gesundheitsbau.
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