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Analyse zeigt Energiemarkt-Versagen

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Strom- und Gaspreise im Vorfeld und nach Beginn des Krieges in der Ukraine führten die Bundeswettbewerbsbehörde und die E-Control eine Untersuchung des Energiesektors (Strom- und Gas) in Österreich durch. Die Ergebnisse sind heftig, die Versorger kontern prompt.

Das Wichtigste zuerst: Nach 24 Jahren der Liberalisierung ist noch kein funktionierender bundesweiter Wettbewerb gegeben. „Die Marktkonzentration ist weiterhin sehr hoch. Lokale Fragmentierung, unzählige Kreuzbeteiligungen zwischen den Unternehmen und im EU-Vergleich niedrige Wechselraten prägen eine eingeschränkte Wettbewerbssituation. Der Fokus der BWB liegt jetzt auf einzelnen Ermittlungen,“ erklärt Natalie Harsdorf, Generaldirektorin der BWB. Zum Teil sind die Österreicher:innen selbst schuld: „Die Wechselraten in Österreich sind im europäischen Vergleich weiterhin niedrig. So lagen beispielsweise im Jahr 2023 die Wechselraten in Italien oder Belgien bei rund 18% bzw. 17%. Wir sehen hier in Österreich noch sehr viel Luft nach oben.“, erklärt Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der E-Control. Empfohlene Maßnahmen Die beiden Untersuchungs-Instanzen empfehlen eine Reihe von Maßnahmen, wie eine nachvollziehbare Preisgestaltung, eine monatliche Abrechnung als Standard bei Strom, das vermehrte Anbieten von Spotmarktprodukten, die Auflösung der Kreuzbeteiligungen im Energiesektor und eine Blacklist für Anbieter mit verpönten Verhaltensweisen. Weiters empfehlen die Aufpasser den raschen Beschluss des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) als wichtigstes Reformprojekt für den Stromsektor.

„An den Ergebnissen kann man eindeutig erkennen, welche Konsequenzen es hat, wenn der Wettbewerb in einem Markt nicht richtig funktioniert. Es schwächt die Position der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die negativen Folgen treffen aber auch die energieintensive Industrie. Nur die Energieunternehmen selbst  können dafür sorgen, dass die Verträge und Abrechnungen transparenter und verständlicher aufbereitet werden.“, erklärt Generaldirektorin der BWB, Natalie Harsdorf.

„Der Wettbewerb am Markt erholt sich langsam. Wir beobachten, dass neue Anbieter eintreten und unterschiedliche Produkte verfügbar sind. Zentral ist hierbei, dass Konsumentinnen und Konsumenten die Möglichkeit bekommen, diese Angebote auch transparent vergleichen zu können. Die Marktkonzentration ist weiterhin sehr hoch. Lokale Fragmentierung, unzählige Kreuzbeteiligungen zwischen den Unternehmen und im EU-Vergleich niedrige Wechselraten führen zu einer eingeschränkten Wettbewerbssituation. Die vorgeschlagenen Maßnahmen der Taskforce werden dazu beitragen, diese Situation im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher zu verbessern.“, betont der Vorstand der E-Control, Wolfgang Urbantschitsch.

Versorger kontern zeitgleichDie Energieversorgen haben den Kritikbraten wohl schon gerochen, sie präsentierten just am Tag der Präsentation von BWB und E-Control eine  aktuelle österreichweite Umfrage des Gallup Instituts. Die bestätigt den Unternehmen der österreichischen E-Wirtschaft eine hohe Kundenzufriedenheit. So beurteilten die überwiegende Mehrzahl der Befragten ihren aktuellen Stromlieferanten als zuverlässig, leistungsfähig und kundenfreundlich. Die heute geäußerte Kritik von E-Control und Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) kann die Branche daher nur bedingt nachvollziehen.  

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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 25. Juni 2025 - zuletzt bearbeitet am 25. Februar 2026


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