ABK aktualisiert BIM-Elementkatalog
Mehr als 2.300 Elemente und 520 Parameter beschleunigen Ausschreibungen im Bauwesen.
Der Softwarehersteller ABK hat seinen Elementkatalog ABK-BIM-AVA umfassend überarbeitet und an die aktuellen Standards angepasst. Die Datenstruktur basiert auf der Gliederung gemäß Önorm B 1801-1 und umfasst rund 2.300 Elemente sowie eine neu strukturierte Parameterliste mit mehr als 520 Parametern. Insgesamt integriert die Datenbank 40.800 Positionen aus den Standardisierten Leistungsbeschreibungen Hochbau 023 und Haustechnik 014 inklusive spezifischer ABK-Ergänzungstexte samt Kurztexten, Positionsnummern und Mengeneinheiten.
Erweiterte Datengrundlage nach aktuellen Standards
Inhaltlich teilt sich der Katalog in rund 796 Elemente für den Hochbau sowie fundierte Gewerke der Haustechnik auf. Letztere gliedern sich in 820 Elemente für Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär, 570 Einheiten für die Elektrotechnik und 120 Elemente der Gebäudeautomation. Neu aufgenommen wurden Komponenten für den Abbruch, zeitgemäße Holzbaulösungen wie Holzbetonverbunddecken und Dacheinzelflächen sowie Erweiterungen in Trockenbau, Dachflächenfenstern und Sicherheitstechnik.
Flexible Modellierung auf Schichtebene
Um den Anforderungen moderner Ausschreibungsverfahren gerecht zu werden, verzichtet die Struktur bewusst auf starre Gesamtaufbauten. Stattdessen setzt das System auf variable Zuweisungen auf Set- und Schichtebene, was die Kombination einzelner Bauteilschichten deutlich vereinfacht. „Die Elemente sind somit vielseitig kombinierbar und unterstützen bei der Erstellung von Kostenschätzungen und -berechnungen bis hin zur Ausschreibung“, erklärt Dipl.-Ing. Wolfgang Rosner, Kundenbetreuer und Entwickler des Elementkatalogs bei ABK.
Durchgängige Verknüpfung von IFC und AVA
Im Zusammenspiel mit der ABK-BIM-Software fungiert der Katalog als Bindeglied zwischen digitalem CAD-Modell und modellbasierter Mengenermittlung. Fachplaner importieren dabei IFC-Dateien und verknüpfen die Geometriedaten direkt mit den entsprechenden AVA-Elementen nach Raumzuordnungen oder Materialvorgaben. „Der Elementkatalog reduziert den Bearbeitungsaufwand von Kostenplanern und unterstützt Ausschreiber, Planer und Bauherren bei der Arbeit in den Bereichen BIM und AVA“, betont Rosner den praktischen Nutzen im Planungsalltag.
Visuelle Prüfung sichert die Kostenplanung
Aus den verknüpften Attributen entsteht parallel zum Gebäudemodell eine strukturierte Projektelementliste, aus welcher Planer regelkonforme Leistungsverzeichnisse nach Önorm A 2063 ableiten. Während des gesamten Prozesses gewährleistet der integrierte BIM-Viewer eine kontinuierliche dreidimensionale Sichtprüfung der zugeordneten Mengenansätze. „Die visuelle Betrachtung ist immer gegeben und die Mengenermittlung für den AVA-Prozess bleibt stets direkt überprüfbar“, resümiert Rosner.
Weitere Artikel

