4,9 Millionen Förderung für intelligentes Energiemanagement
Automatisierte Systeme sollen Stromverbrauch und Speicherung netzdienlich koordinieren
Der Klima- und Energiefonds startet eine neue Förderinitiative zur Digitalisierung der Energiewende im Verteilnetz. Unter dem Titel „Energiemanagement – Flexibilisierung im Verteilnetz“ stehen insgesamt 4,9 Millionen Euro zur Verfügung, um die Anschaffung und Installation intelligenter Steuerungssysteme in Haushalten, Betrieben und Gemeinden zu unterstützen. Die Mittel stammen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus.
Die geförderten Systeme sollen Stromverbrauch, eigene Erzeugung und Speicher automatisiert aufeinander abstimmen. Dadurch wird erneuerbarer Strom dann genutzt, wenn er verfügbar ist. Dies entlastet die Stromnetze und senkt die Systemkosten für die Energiewende.
Für Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer muss die Energiewende intelligent gesteuert werden, um überlastete Netze und steigende Kosten zu vermeiden. Erneuerbarer Strom müsse bestmöglich direkt bei der Erzeugung genutzt werden. Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, betont, dass für ein klimaneutrales Energiesystem bis 2040 intelligente Lösungen zur optimalen Abstimmung von Erzeugung und Verbrauch unerlässlich sind.
Das Programm richtet sich an zwei Zielgruppen. Private Haushalte erhalten einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 600 Euro pro Projekt. Voraussetzung ist die automatisierte Steuerung von mindestens zwei Komponenten, wie etwa Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe oder Ladestation.
Zudem müssen die Systeme mindestens fünf Jahre lang flexibel an das Energieangebot oder Netzanforderungen angepasst werden. Betriebe, Gemeinden und andere Organisationen im Niederspannungsnetz können für die Einführung solcher Systeme einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30 Prozent erhalten, gedeckelt mit 20.000 Euro pro Standort. Anträge können ab sofort und bis zum 15.04.2027 online eingereicht werden.
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