160.000 Kilometer für die Wärmewende
Tausende Teilnehmende radelten beim Passathon 2026 zu klimafreundliche Vorzeigebauten in ganz Österreich.
Die Wärmewende im Gebäudesektor gewinnt an praktischer Sichtbarkeit: Beim diesjährigen passathon – Race for Future 2026 legten 2.600 Teilnehmende auf dem Fahrrad insgesamt 160.000 Kilometer zurück. Im Rahmen der Initiative wurden bundesweit 60.000 Erkundungen an 808 energieeffizienten Referenzobjekten registriert.
Vorzeigeprojekte im Passivhaus-Standard
Ein prägnantes Vorzeigeprojekt bildet das im September eröffnete Studierenden-Wohnheim monu in Dornbirn. Das Vorhaben kombiniert einen denkmalgeschützten Industriebau mit einem Neubau, der in nur sechs Tagen Bauzeit realisiert wurde und 83 Einheiten umfasst. Für den Bauherrn OeAD Student Housing markiert das Objekt bereits das neunte Passivhaus-Gästehaus in Österreich, da „energieeffizientes Bauen immer wirtschaftlicher als hohe Energiekosten ist“, wie die Institution unterstreicht. Gleichermaßen setzen gemeinnützige Bauträger wie Neue Heimat Tirol, Sozialbau, WBV-GPA und KSW auf diesen Standard, um Betriebskosten im Wohnbau langfristig zu minimieren.
Sanierung und Bestand im Fokus der Fachwelt
Unter den 808 registrierten Leuchttürmen verbuchte das sanierte Wien Museum am Karlsplatz mit 169 Erkundungen den größten Zuspruch unter den Teilnehmenden. Auf Rang zwei folgte das PlusEnergie-Bürohochhaus der TU Wien mit 162 Sichtungen. In den Bundesländern erzielten das ECO Suite Hotel in Salzburg mit 86 sowie der Campus V in Dornbirn und der Campus Krems mit je 77 Anfahrten Spitzenwerte. Bei den Neuzugängen stießen die „Raus aus Gas“-Sanierung des Pfarrhofs Schottenfeld in Wien mit 77 und die Turnsäle der Ganztagsschule Nonntal in Salzburg mit 76 Besichtigungen auf das größte Interesse.
Sportlicher Wettbewerb und starke Teamleistungen
In der Einzelwertung der passathon Trophy sicherte sich Anton Draskovits aus dem Burgenland den Gesamtsieg mit mehr als 2.200 absolvierten Radkilometern. Er erfasste sämtliche 808 Gebäude im Bundesgebiet, womit die Etappenfahrt für ihn zum „Ersatz für eine echte Österreich-Rundfahrt“ avancierte. Den zweiten Platz belegte Bernhard Müller aus Vorarlberg mit ebenfalls 808 Punkten vor Peter Türk aus Niederösterreich mit 772 Punkten. In der Teamwertung verteidigte die Formation Parents For Future mit 1.570 Zählern den ersten Rang vor den Teams Kleeblatt mit 1.288 und Lewisch mit 1.078 Punkten.
Regionale Dynamik stärkt die Dekarbonisierung
Auf Bundeslandebene verzeichnete das Burgenland mit einem Zuwachs von 13 Prozent das stärkste Plus an Objektbesuchen, gefolgt von Salzburg mit neun Prozent und Kärnten mit acht Prozent Steigerung. Die höchste Teilnehmerdichte stellten Vorarlberg mit 18 Prozent sowie Salzburg mit 13 Prozent des Gesamtfeldes. Hinsichtlich der Streckenabschnitte dominierte Wien Zentrum vor Innsbruck, das zugleich die höchste Dichte an Leuchttürmen aufweist.
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