Energieforschung für FH Burgenland

Die Sicherung einer nachhaltigen Energieversorgung steht im Fokus des neu eröffneten Josef Ressel-Zentrums am Standort Pinkafeld. In den nächsten fünf Jahren sollen integrierte Energiesysteme analysiert werden.

Was im Hintergrund genau passiert, wenn man die Heizung einschaltet oder das E-Auto auflädt, wissen viele nicht. Wichtig ist, dass die Energie in Form von Strom, Wärme oder Kälte immer dann verfügbar ist, wenn sie gebraucht wird. Die dahinterliegenden Systeme werden zunehmend komplexer, zum Beispiel wenn der Konsument über seine PV-Anlage am Dach auch zum Produzenten wird. Ebenso wachsen die Anforderungen, die an Energienetze und demnach die Energieversorger gestellt werden. In Österreich werden derzeit 24% aller Wohnungen mit Nah-/Fernwärme versorgt, die Tendenz ist steigend. Thermische Netze können somit einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärme- und Kältesektors leisten. In Wien und im Burgenland werden solche Netze bereits betrieben. Das neue Josef Ressel Zentrum „LiSA“ soll in den nächsten fünf Jahren wesentliche Erkenntnisse darüber liefern, wie diese Versorgung mit thermischer Energie aus technischer, ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Sicht nachhaltig(er) bewerkstelligt werden kann. Vorrangig wird dabei mit Computersimulationen und komplexen Modellierungen gearbeitet.

Auslastung und Effizienz verbessern
Die Energieversorgungsunternehmen Energie Burgenland und Wien Energie bringen konkrete Fragestellungen zu ihren regenerativen Erzeugungsanalgen und Fernwärmenetzen ein und stellen Verbraucherdaten zur Verfügung. In den Simulationen können Varianten durchgespielt werden – mit dem Ziel, Auslastung und Effizienz der Anlagen zu optimieren. Geplant ist, den Unternehmen das nötige Handwerkszeug mitzugeben, um auf lange Sicht selbst derartige Bewertungen durchführen zu können.

Keine Kommentare

Kommentar schreiben