Whirlpools am Absaufen

Der Markt für Wellnessprodukte erlebt seit zwei Jahren einen unerwarteten Abschwung. Besonders hart traf es die Anbieter von Whirlpools mit einem Minus von fünfzehn Prozent und mehr.

Der Vormarsch des Spa in den eigenen vier Wänden sorgte jahrelang für steigende Erlöse bei Wellnessprodukten. Doch 2018 sah sich der Markt mit einem unerwarteten Abschwung konfrontiert, dessen Verwerfungen insbesondere durch ein verändertes Kaufverhalten zugunsten preisgünstigerer Modelle befeuert wurde. Die Lage hat sich im laufenden Jahr nicht verbessert, wie aktuelle Daten einer Branchenradar-Marktstudie zeigen.

Insgesamt sanken im Jahr 2018 die Ausgaben privater Haushalte für Saunen, Infrarotkabinen, Whirlpools und Wellnessduschen um sieben Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 111 Millionen Euro. Im laufenden Jahr dürften die Erlöse nochmals um knapp zwei Prozent schrumpfen. Besonders hart traf es die Anbieter von Whirlpools. Im Vergleich zu 2017 brach der Umsatz im letzten Jahr um mehr als fünfzehn Prozent ein. Die Ausgaben sanken auf 34 Millionen Euro. Nicht unwesentlich für die negative Entwicklung war neben der sinkenden Nachfrage ein Preisverfall von im Durchschnitt rund sechs Prozent gegenüber Vorjahr. Auch bei Wellnessduschen standen die Preise massiv unter Druck. Doch während sich bei Whirlpools die Kontraktion im heurigen Jahr deutlich einbremse (minus 3,8 Prozent), gehe es bei Wellnessduschen weiterhin ungebremst bergab, so die Studie. Infolge reduzierten sich die Erlöse um beinahe acht Prozent gegenüber Vorjahr. Für 2019 wird ein Minus von gut acht Prozent erwartet.

Für Saunen-Anbieter brachte dies im Jahr 2018 ein Erlösminus von rund vier Prozent gegenüber Vorjahr. Insgesamt investierten Konsumenten etwa dreißig Millionen Euro in ihr ganz privates „Schwitzvergnügen“. Die stabilste Entwicklung zeigte sich im vergangenen Jahr bei Infrarotkabinen (minus ein Prozent auf 47 Millionen Euro). Von einer Trendwende seien jedoch auch Saunen und Infrarotkabinen weit entfernt.

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