VTGA: Herbsthofer bleibt Obmann

Der Fachverband der Technischen Gebäudeausrüster in der Wirtschaftskammer (VTGA) braucht doch keinen neuen Obmann. Gunther Herbsthofer, Eigentümer und Geschäftsführer des gleichnamigen Linzer Unternehmens, legt die Funktion doch nicht zurück.

Es war ein Paukenschlag als Gunther Herbsthofer im Februar seinen Rückzug als Obmann des Fachverband der Technischen Gebäudeausrüster in der Wirtschaftskammer (VTGA) verkündete. Er hatte das Amt drei Jahre inne und sich in dieser Zeit einigen Frust geholt. Zwei Dinge störten ihn besonders: Der Preiskampf im Projektgeschäft unter den Verbands-Mitgliedern und die Enttäuschung über die Politik in Sachen Ausbildung und Nachwuchs. „Wir schlagen uns am Markt gegenseitig die Köpfe ein, haben keine Ingenieure und keine Arbeiter, das ist die Realität, die mich eingeholt hat“, so der Unternehmer damals. Er wolle sich künftig mit ganzer Kraft seiner eigenen Firma widmen, so Herbsthofer damals.

Alter Obmann, neue Pläne

Nachdem sich kein Obmann-Nachfolger aufdrängte und er großen Zuspruch erntete hat der Oberösterreicher seine Entscheidung revidiert – er bleibt. Aber, es werden einige Dinge geändert, so Herbsthofer zu Building Times. „Die Mitglieder werden künftig konstruktiv mitarbeiten. Es werden Arbeitsgruppen für bestimmte Themen gebildet, erklärt er und nennt auch gleich zwei der wesentlichen Thmenbereiche: Nachwuchs und BIM. „Den HTL´s gehen die Schüler aus, so werden wir die Energiewende nicht schaffen“, ist Herbsthofer überzeugt. Das habe inzwischen auch die Poltik erkannt und es gäbe Signale etwas zu tun um den Zulauf zu den HTL´s wieder zu erhöhen. Eine Variante wäre es die Schulen in die Großstädte zu bringen, weil viele junge Menschen nicht nach Pinkafeld oder Vöcklabruck wollen, glaubt Herbsthofer.

BIM kostet

Auch bei BIM wollen sich die Mitglieder künftig kräftiger auf die Beine stellen. „Das ist mehr als 3D, bringt den Auftraggebern Vorteile, aber es kostet auch Geld“, so Herbsthofer. Er rät seinen Mitgliedern dringend davon ab, Bauverträge zu unterschreiben ohne das Kleingedruckte zu lesen.

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